Gottes Ausweg für uns

IMG_3188MOP

Diese Schlange war im Zoo, in der Wilhelma Stuttgart in eine sicheren Glaskasten untergebracht. Ich brauchte gar nicht zu überlegen, ob sie mir gefährlich werden könnte.

 

Auch heute soll es um den Unterschied zwischen dem ‚Joch‘ Christi und dem Joch des Gesetzes und der Knechtschaft gehen. Paulus schreibt an die Galater: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ (Galater 5,1/Luther 84).

Um die Freiheit, die Jesus Christus, denen die an ihn glauben, bringt, zu veranschaulichen, möchte ich eine Illustration gebrauchen, die auch der Bibel entstammt. Der Evangelist Johannes erinnert an eine Begebenheit während der Wüstenwanderung des Volkes Israel. In der Wüste gab es viele Gefahren. Manchmal kamen die Israeliten gerade dann, wenn sie stöhnten und murrten in echte Schwierigkeiten. Als sie sich nach Ägypten zurücksehnten, weil es ihnen an Brot und Wasser fehlte, tauchten plötzlich giftige Schlangen auf. Sie wurden gebissen und viele kamen ums Leben.

„Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir wider den Herrn und wider dich geredet haben. Bitte den Herrn, dass er die Schlangen von uns nehme. Und Mose bat für das Volk.“ (4. Mose 21,7/Luther 84).

Mose setzte um, was Gott ihm auf sein Gebet hin gesagt hatte. Er stellte eine Schlange aus Metall auf. Wer gebissen war, sollte diese Schlange anschauen und am Leben bleiben.

In dieser Notlage sollten die Israeliten nicht ängstlich und verzweifelt hin und her laufen. Sie sollten sich nicht quälen. Sie sollten keine Verzweiflungstaten begehen. Sie brauchten nicht dieses und jenes zu versuchen, um wenigstens jetzt noch ein gutes und Gott wohlgefälliges Leben zu führen. Gott wollte nur von ihnen, dass sie ruhig und vertrauensvoll auf den Ausweg schauten, den er ihnen eröffnete.

Johannes schreibt: „Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat so muss der Menschensohn erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.“ (Johannes 3,14+15/Luther 84). Jesus Christus ist der Ausweg, den Gott für unsere Not hat. Jesus wurde am Kreuz erhöht, damit wir auf ihn schauen sollen. Wer an ihn glaubt, bekommt Gottes Vergebung und neues Leben, das in Ewigkeit vor Gott bestand hat.

Ich kann nicht wissenschaftlich erklären, warum die Israeliten am Leben blieben, die auf die Metallschlange blickten. Mit scheint es aber ratsam, in einer Notlage ruhig zu bleiben und einen klaren Kopf zu bewahren. Nervöse Aktionen von Seiten der Menschen könnten auch die Schlangen zusätzlich aufgeregt und sie zu weiteren Bissen veranlasst haben.

Auch wir haben, wenigstens was Gottes Maßstäbe angelangt, Fehler gemacht und gesündigt. Manche unserer Nöte können eine Folge unseres eigenen Verhaltens sein. Beispielsweise kann übermäßiger Alkoholkonsum zu gesundheitlichen Problemen führen.

Gottes Empfehlung für uns ist, dass wir den Tatsachen klar ins Auge schauen. Vielleicht haben wir Dinge getan, die wir nicht ohne weiteres ungeschehen oder rückgängig machen können. Möglicherweise leiden wir unter Folgen unseres eigenen Verhaltens. –

Jesus Christus hat eine äußerst missliche Situation erlebt. Er wurde von der damaligen Weltmacht hingerichtet, obwohl er unschuldig war. Er kann unsere Not verstehen. Gott hat einen Ausweg für uns. Unsere Rettung liegt nicht in dem Versuch, in verzweifelten Aktionen und Bemühungen eine weiße Weste zu präsentieren. Wir dürfen auf Jesus schauen: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ (Galater 5,1/Luther 84).

Christen finden Ruhe Feature

So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.