Wem Gott sich gnädig zuwendet

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„Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.“ 1. Petrus 5,5

Dieser Vers sagt uns, daß Gott bestimmten Menschen widersteht. Ihr Verhalten oder ihre Einstellung missfällt ihm. Anderen Menschen wendet er sich segnend zu.

Jesus erzählte eine Geschichte von einem Menschen, einem Knecht, der bei seinem König erhebliche Schulden hatte. Die Pfändung seines gesamten Besitzes und seiner Familie stand an. Der Mann flehte den König an: „Hab Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen.“ Er zeigte sich reuig und einsichtig. Der König sah von der angekündigten Strafe ab und obendrein erließ er diesem seinem Knecht seine Schulden.

Doch ein anderer Knecht des Königs hatte Schulden bei dem erstgenannten Knecht. Die Schuld belief sich auf zehn Prozent der Schuld, die der König dem ersten Knecht erlassen hatte. Doch der erstere zeigte sich unbarmherzig gegenüber seinem Mitknecht. Er packte und würgte ihn. Er warf ihn ins Gefängnis, um die Rückzahlung seiner Schuld zu erzwingen.

Als der König von der Sache erfuhr wurde er zornig: „Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich gebeten hast; hättest du dich da nicht auch erbarmen sollen über deinen Mitknecht wie ich mich über dich erbarmt habe?“ Der König widerstand diesem Knecht. Er ließ ihn züchtigen bis er alle seine Schuld bezahlt hätte.

Jesus kommentiert seine Erzählung und sagt, der himmlische Vater würde uns nach dem gleichen Grundsatz richten, wie jener König seinen Knecht. Gottes vergibt uns unsere Sünde nur, wenn wir bereit sind auch unserem Nächsten zu vergeben. Gott widersteht dem Hoffärtigen. (vgl. Mt. 18,21-35).

Ein andermal beschrieb Jesus verschiedene Menschen, die beteten.

Ein Frommer dankte Gott dafür, dass er besser wäre als andere. Er zählte Gott seine religiösen Taten auf. Er berief sich auf seine Disziplin in geistlichen Übungen, im Fasten und im Spenden.

Jesus beschreibt die Einstellung und das Beten dieses Menschen. Er geht aber nicht näher darauf ein.

Ein anderer Beter ist Jesus wichtiger. Es handelt sich um einen Menschen, der nicht unter den anderen Betern war. Er stand in gewisser Entfernung. Er passte seine Gebetshaltung nicht der der frommen Menschen an. Er hob seine Augen nicht auf. Vielmehr „schlug er an seine Brust und sprach: Gott sei mir Sünder gnädig.“

Jesus beachtet die Einstellung und das Gebet dieses Zöllners. Er weist darauf hin, daß der Zöllner Vergebung von Gott empfing: „Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener.“ Den Demütigen gibt Gott Gnade. (vgl. Lk. 18,9-14).

 Jesus fasst zusammen: „Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“ (Lk. 18,14b).

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So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.