Ein Wort an christliche Mitarbeiter

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In meinem letzten Beitrag habe ich mich viel auf die Geschichte der Juden bezogen. Heute möchte ich einmal darüber reden, wie es unter bekennenden, aktiven Christen manchmal zugeht.

Wenn man z.B. den Wochenplan mancher kleiner Gemeinden ansieht, merkt man, dass recht wenige Leute ziemlich viel zu tun haben. Es gibt viele Veranstaltungen und Programme, die man zu Gottes Ehre durchführen möchte.

Manche kommen an einen Punkt, dass sie sagen, dass ihnen so viel ehrenamtliche Tätigkeit zu viel wird. Andere fangen vielleicht an zu bedauern, dass all ihr Einsatz doch nur recht wenig messbare Resultate zeitigt.

Auch unter Christen und sogar unter vollzeitlichen Mitarbeitern gibt es Fälle von Burnout und Depression. Über Gründe und Ursachen dafür zu spekulieren oder Bewertungen abzugeben, ist hier nicht meine Absicht. Doch es scheint, dass wir uns auch in unserem Einsatz für die christliche Sache manchmal abquälen. Wir haben vor Augen, was wir alles tun müssen oder wollen. Unsere Aufgaben nehmen uns in Beschlag. Wenn die gesuchten Resultate ausbleiben oder Angesprochene uns die Anerkennung unserer Leistung verweigern, macht uns das (vielleicht) zu schaffen.

In der Bibel gibt es eine Geschichte, als Jesus in einem Haus zu Besuch war. Martha setzte alles daran, ihre Gäste angemessen zu bewirten. Sie beschwerte sich bei Jesus, weil Maria nicht mithalf, sondern einfach zu Jesu Füßen saß und ihm zuhörte. Wir kennen die Antwort Jesu. Er weist darauf hin dass es auch für uns wichtig ist, zu den Füßen unseres Meisters zu sitzen und von ihm zu lernen. (Lukas 10,38-42).

Jeder, der manchmal in irgendeiner Form das Wort Gottes verkündigt, hat schon erlebt, dass er beim Bibellesen in erster Linie über seine nächste Predigt oder seinen nächsten Blogbeitrag nachdachte. Wenn wir aber nicht mehr in der Bibel lesen und beten, um selber von Jesus zu lernen, dann hat uns der Virus der Geschäftigkeit im Griff.

Wir legen die Schrift aus und hoffen, dass andere darauf hören. Wir verbringen aber nicht genug Zeit in der Stille, um zu hören, was Gott uns selber sagen möchte.

Auch uns ruft Jesus zu: „Kommt her zu mir, die ihr euch müht und abquält. Ich will euch erquicken.“ Die Jahreslosung gilt auch für Gläubige und Mitarbeiter: „Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ (Hesekiel 36,26).

Freilich, wer sein Leben wirklich Jesus anvertraut, empfängt den Heiligen Geist. Aber die Frage ist, inwieweit wir dem Geist Gottes tatsächlich Raum geben.

Inwiefern prägt unsere Beziehung zu Jesus unseren Einsatz in der Gemeinde oder unsere christlichen Blogbeiträge? Herzlose Wiedergabe der christlichen Botschaft ist unbefriedigend. Gott möchte, dass wir selber seine Weisungen und Verheißungen beherzigen und darüber nachdenken.

Jesus ruft auch uns zu: Ihr die ihr euch so emsig müht und manchmal abquält, ihr die ihr von Termin zu Termin und von Programm zu Programm stolpert, kommt zu mir. Ich will euch Ruhe geben. Ich will euch erquicken. Ich will euch wichtige Dinge lehren. Ihr braucht euch nicht alleine zu mühen. Ich möchte gerne, dass ihr in enger Gemeinschaft mit mir lebt und dient: „Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“

Christen finden Ruhe Feature

So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

 

 

2 Gedanken zu „Ein Wort an christliche Mitarbeiter

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