Gedanken zur Jahreslosung 2017

Jahreslosung 2017

Was ist nun wirklich das Neue am Evangelium von Jesus Christus? Worin liegt der Unterschied zum Einhalten von Geboten und Vorschriften wie es die Juden damals praktizierten?

Matthäus 11,28 hört sich gut an. Jesus wendet sich gerade an diejenigen, die sich bemühen, Gottes Gebote einzuhalten, die aber merken, dass ihnen das nur bedingt gelingt. Manche mühten und plagten sich deswegen. Jesus sagt ihnen: Kommt her zu mir, ich will euch erquicken.

Jetzt lesen wir in Vers 29 weiter. Jesus spricht von einem Joch, das wir auf uns nehmen sollen. Also sich wieder abmühen?

Der Unterschied liegt in den Worten Jesu: Ich will euch erquicken. Er sagt: Ihr braucht euch nicht alleine zu mühen. Mit meiner Hilfe ist das Ziel erreichbar. Ich vergebe euch eure Sünden. Ich gebe euch Kraft und mache euer Leben neu.

Nun ist das neue Jahr schon bald drei Monate alt. Aber vielleicht wird sich mancher noch an die Jahreslosung für 2017 erinnern. Die Worte der Jahreslosung beschreiben gut, was Gott für uns tun will, wenn Jesus zu uns sagt: Ich will euch erquicken.

Wir kennen die Jahreslosung als kurzen, eingängigen Spruch. Gott spricht: „ Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ (Hesekiel 36,26). Im Folgenden möchte ich diese Worte in ihrem Textzusammenhang nach der Lutherübersetzung 1984 wiedergeben.

Als Hesekiel predigte befanden die Juden sich im Exil. Sie waren in ein fremdes Land verbannt und verschleppt worden.

„Denn ich will euch aus den Heiden herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und wieder in euer Land bringen, und ich will reines Wasser über euch sprengen, dass ihr rein werdet; von all eurer Unreinheit und all euren Götzen will ich euch reinigen. Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und will ein fleischernes Herz euch geben. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch manchen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun. Und ihr sollt wohnen in dem Lande, das ich euren Vätern gegeben habe, und sollt mein Volk sein und ich will euer Gott sein.“ (Hesekiel 36, 24-28).

Zur Zeit des Neuen Testamentes befanden die Juden sich wieder im Heiligen Land. Gott hatte das möglich gemacht.

Während die Juden früher immer wieder ermahnt werden mussten, weil sie andere Götter verehrten, lesen wir in den Evangelien nichts davon dass die Juden irgendwelche Bildnisse oder Standbilder fremder Gottheiten anbeteten. Gott hatte sie von ihren Götzen gereinigt. (Vgl. die eben zitierte Verheißung).

Überall im Land gab es Synagogen. Dort wurde regelmäßig aus dem Alten Testament gelesen. Die Menschen konnten Gottes Gebote kennen.

Nun wollte Gott ihnen eine neue Gesinnung schenken. Er wollte ihnen seinen Geist geben. Er wollte in neuer Weise Gemeinschaft mit seinem Volk haben. Darüber hinaus erging die Einladung Jesu sogar an uns: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“

Christen finden Ruhe Feature

So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

 

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