Ein Joch, das nicht drückt

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Üblicherweise, wenn wir Schuhe kaufen, probieren wir diese zuerst einmal an. Wir laufen ein paar Meter um zu sehen wie sich das anfühlt. Wenn wir feststellen, dass unsere Zehen beim Laufen vorne anstoßen oder die Ferse scheuert, dann suchen wir lieber nach einem anderen Paar, das uns besser passt.

Nur vom Hineinschlüpfen merken wir noch nicht unbedingt, was Sache ist. Erst der Belastungstest, einige Schritte, die wir in einem Schuh gehen, bringt die gesuchten Erkenntnisse.

Nun ja, richtig vermutet, es geht hier heute nicht eigentlich um Schuhkäufe. Jesus sagt: „Mein Joch ist sanft.“ Ich möchte der Frage nachgehen, wann ein Joch – im wörtlichen Sinn – sanft ist. Der Vergleich mit dem Schuhe Probieren ist bereits eine Einstimmung auf meine Antwort.

Nicht alle Arbeits- und Lasttiere waren gleich groß. Deshalb gab es wohl auch unterschiedliche Joche. Ein Joch, das von den Abmessungen her nicht gut zu dem Tier passte, konnte wohl recht unbequem für das Tier sein. Wenn es dann eine Last mitziehen musste, konnte es sein, dass der Teil der Jochvorrichtung, der direkt am Körper anlag, Schmerzen verursachte.

Die Einheitsübersetzung gibt Matthäus 11,30 so wieder: „Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.“ Die Übersetzer haben sich wohl ein wirkliches Joch vorgestellt und überlegt, wann ein Joch wohl sanft ist. Die Antwort, die sie fanden: Ein Joch, das das Tier nicht drückt.

Die Übersetzung ‚Neues Leben. Die Bibel‘ verfolgt einen ähnlichen Gedanken: „Denn mein Joch passt euch genau, und die Last, die ich auferlege, ist leicht.“ Wenn die Teile des Jochs, die am Körper des Tieres anliegen, gut zur Größe des Tieres passen, hat das Tier es wesentlich leichter. Einem Lasttier unter einem Joch ging es wohl so ähnlich wie uns mit Schuhen, die uns gut passen oder die womöglich drücken und uns Schmerzen oder auch Blasen verursachen.

Wie kann Jesus nun behaupten, dass sein Joch genau passt? Zum einen denke ich, er kennt uns genau. Der Herr ist allwissend und kennt uns durch und durch. Er kennt unsere Stärken und unsere Schwächen. Er weiß um unsere Verfehlungen. Er durchschaut uns. Er weiß aber auch wie wir es meinen. Er kennt die Gesinnung unseres Herzens.

Hierzu ein paar Verse aus einem Psalm: „Herr, du erforschest mich und kennest mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht schon wüsstest. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ (Psalm 139,1-5).

Gott kennt uns. Er ist allwissend.

Gott hat uns Menschen geschaffen. Als unser Schöpfer weiß er genau wie unser menschliches Leben gelingt.

Man könnte die Bibel mit einer Gebrauchsanweisung vergleichen, die der Schöpfer uns für unser Leben gegeben hat.  Wer beispielsweise ein Elektrogerät kauft tut gut daran, wenn er sich die Zeit nimmt, um die mitgelieferten Anweisungen durchzulesen. Man bekommt dadurch Empfehlungen für die Benutzung des Gerätes. Außerdem gibt es manchmal Vorsichtsmaßnahmen, die zu beachten sich empfiehlt.

Jesu Joch passt gut. Er weiß was wir brauchen. Er weiß wie menschliches Leben funktioniert.

Christen finden Ruhe Feature

So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

 

 

 

 

 

 

 

3 Gedanken zu „Ein Joch, das nicht drückt

  1. „Man könnte die Bibel mit einer Gebrauchsanweisung vergleichen..“

    No way. Eine Gebrauchsanweisung muss nicht „geistlich“ verstanden werden. Ist euch bewusst dass das ein gnostisches Konzept ist. „Pneumatisches“ verstehen?

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  2. “ denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ (Matt. 11,30)

    versus

    „Hütet euch aber vor den Menschen! Denn sie werden euch an Gerichte überliefern und in ihren Synagogen euch geißeln; und auch vor Statthalter und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen, ihnen und den Nationen zum Zeugnis.“ (Matt. 10, 17-18)

    „und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen.“ (Lukas 21, 17)

    „In der Welt habt ihr Bedrängnis;“ (Johannes 16, 33)

    Gegeißelt, gehasst und verfolgt zu werden klingt nicht nach „sanfter“ und „einfacher“ Last.

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