König Jesus

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Jesu Worte klingen herausfordernd: „Nehmt auf euch mein Joch…“. Doch er versichert: „Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ (Matthäus 11,30/Luther ’84).

Seither habe ich das Wort Joch im wörtlichen Sinn behandelt. Es war ein Gegenstand, mit dem ein Tier vor einen Pflug oder einen Wagen gespannt wurde. Das Wort wurde aber auch im übertragenen Sinn gebraucht. Die Macht eines Herrschers konnte auch als ein Joch bezeichnet werden.

Aus dem Matthäus- bzw. dem Lukasevangelium lernen wir, dass Jesus über Josef bzw. über Maria ein Nachfahre von König David war. Manchmal lesen wir, dass er von Leuten als Sohn Davids angesprochen wurde.

Einst hatte Gott dem David versprochen, dass er den Königsthron eines seiner Nachkommen ewiglich bestätigen wolle. (2. Samuel 7,13). In Salomo war ein leiblicher Sohn Davids auf den Thron gekommen. Doch Salomo starb. Man kann diesen Vers so verstehen, dass er weit über Salomo hinaus auf den Messias deutet.

Freilich hatte Jesus nicht vor, das Reich Israel als solches wieder aufzurichten. Er wurde nicht zum Anführer eines Aufstands gegen die Römer. Dennoch ist er als Sohn des allmächtigen Gottes ein ewiger König.

Das Reich Israel erlebte eine Blütezeit unter König Salomo. Es war eine ausgedehnte Zeit des Friedens. Dennoch machte sich unter einigen seiner Untertanen zum Ende seiner Regentschaft Unzufriedenheit breit.

Als Salomo gestorben war, wurde sein Sohn Rehabeam zum König gemacht. Einige Vertreter der weiter im Norden lebenden Stämme trugen dem jungen Herrscher ein Anliegen vor: „Dein Vater hat unser Joch zu hart gemacht. Mache du nun den harten Dienst und das schwere Joch leichter, das er uns aufgelegt hat, so wollen wir dir dienen.“ (1.Könige 12,4). Vermutlich war Rehabeam nicht gerade begeistert vom Auftreten dieser Männer. Schließlich sagten sie, sie wollten seine Herrschaft nur anerkennen, wenn er eine Bedingung erfüllt.

Weise Männer, die schon seinen Vater beraten hatten, empfahlen ihm einzulenken: „Wirst du heute diesem Volk einen Dienst tun und ihnen zu Willen sein und sie erhören und ihnen gute Worte geben, so werden sie dir untertan sein dein Leben lang.“ (Vers 7).

Rehabeam aber fragte auch seine Altersgenossen. Schließlich entschied er sich für deren Vorschläge. Rehabeam gab dem Volk eine harte Antwort: „Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will’s euch noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen.“ (V. 14).

Diese Antwort führte zur Teilung des Reiches Israels. Die Nordstämme errichteten ein eigenes Königreich unter der Führung Jerobeams. Nur der Stamm Juda und der Stamm Benjamin sowie die dort lebenden Leviten blieben unter der Herrschaft der Nachkommen Davids.

Jesus als der Messias und Sohn Davids sagt hier: „Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ Unter Rehabeam wurde das Reich Israel gespalten. Unter Jesus Christus sollten sich Menschen aus vielen Völkern zusammenfinden. Jesus hatte nicht nur Juden und was von den anderen Stämmen übrig war zu sich eingeladen. Auch Heiden durften kommen. Die frohe Botschaft gelangte sogar zu uns.

Christen finden Ruhe Feature

So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

 

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