Eine neue Perspektive

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„Und eine jede der vier Gestalten hatte sechs Flügel, und sie waren außen und innen voller Augen, und sie hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig,, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.“ (Offenbarung 4,8/Luther’84).

Johannes bekommt Einblick in den Himmel und einen Eindruck vom Thronsaal des allmächtigen Gottes. Er war zu dieser Zeit gefangen und auf eine Insel verbannt. Sicherlich machte ihm der Gedanke an die Größe und Heiligkeit seines Gottes neuen Mut.

Er hätte genügend Gründe gehabt zu zweifeln. Hatten ihn nicht gerade sein Glaube und sein Gehorsam gegenüber Jesus Christus in seine gegenwärtigen Schwierigkeiten gebracht?

Der Geist Gottes wirkte in seinem Leben. Er war selbst jetzt nicht alleine.

Einst, kurz bevor Jesus gefangengenommen und hingerichtet wurde, hatte Jesus seinen Jüngern versprochen, er wolle ihnen einen anderen Tröster einen anderen Beistand, den Heiligen Geist senden. (Johannes 14,26). Auch jetzt war Gott der Heilige Geist bei Johannes. Immer wieder in der Offenbarung berichtet er: „Ich wurde vom Geist ergriffen…“.

Als Jesus, auf den sie große Stücke gesetzt hatten, von den religiösen Führern seines Volkes verurteilt wurde, und als er sodann tatsächlich sterben musste, war für die Jünger eine Welt zusammengebrochen. Was waren alle ihre Erlebnisse mit Jesus jetzt noch wert? Waren sie womöglich doch einem cleveren Betrug oder einem abgöttischen Zauber auf den Leim gegangen?

Immer wieder hatte Gott im Alten Testament versprochen, dass er es gut mit seinem Volk meint. Sie hofften nach ihrem Verständnis der Schrift, dass der verheißene Messias das Reich Israel wieder aufrichten würde. Als unabhängiger nationaler Staat würden sie auch viel mehr Freiheit haben, um ihre Religion in rechter Weise auszuüben.

Das war jetzt viele Jahre her. Damals war aus diesem bangen Ende ein neuer Anfang geworden. Sie hatten neue Gewissheit über Gottes Pläne mit ihren Leben bekommen. Der Geist des Gottes ihrer Väter hatte ihre Leben verändert und ihnen neuen Mut und eine neue Perspektive geschenkt. Gerade in dem Kreuzestod ihres Meisters konnten sie einen geheimnisvollen Plan Gottes zum Wohl seines Volkes und der Menschheit erkennen.

Auch jetzt noch blieben viele Hoffnungen unerfüllt. Doch sie wussten, dass sie auf dem richtigen Weg waren, weil der Geist Gottes in ihnen wirkte. Einst würden sie bei Gott und bei Jesus im Himmel sein dürfen. Dort würde es dann für sie wirklich kein Leid mehr geben. Alle guten Verheißungen Gottes an sein Volk und an die Jesusgläubigen würden dann ihre höchste Erfüllung finden.

Johannes sieht vier geheimnisvolle Wesen im Thronsaal Gottes. Diese Gestalten sind an Leib und Flügeln voller Augen. Demnach können sie viel und gut sehen. Und sie kommen aus dem Staunen nicht heraus. Sie bewundern die Gerechtigkeit, Größe und Heiligkeit Gottes.

Wenn auch wir als Jesusgläubige uns manchmal fragen, warum Gott manches Leid in unserem Leben zulässt, dieser Blick in den Thronsaal Gottes gibt uns eine neue Perspektive. Gott wird sich einst in allem als gerecht und heilig erweisen: Er hat nicht nur von Liebe geredet, sondern er hat es wirklich gut mit uns gemeint und unser Bestes im Sinn gehabt.

 

Christen finden Ruhe Feature

So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

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