Gottes Vergebung kann man nicht mit Geld kaufen

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Gedanken zu Feiertagen und Festen im Jahreslauf

Heute ist Reformationsfest. Martin Luther wandte sich damals besonders gegen den Ablasshandel. Der Gedanke, dass jemand egal wie er sonst lebt, sich einfach für Geld Gottes Vergebung sichern könne, war für Martin Luther sehr fragwürdig.

Hier ist eine Anekdote aus der Reformationszeit (frei aus meinem Gedächtnis):

Ein Straßenräuber kam zu einem Ablasshändler. Er wollte sich Vergebung für einige seiner Raubzüge erkaufen. Schließlich fragte er, ob er denn auch göttlichen Straferlass für Sünden, die er erst noch begehen wolle, kaufen könne. Auch dafür bekam er einen Erlassbrief.

Kurz darauf überfiel der Straßenräuber eben diesen Ablasshändler. Er nahm ihm viel Geld ab. Als der Ablasshändler sich darüber empörte, zeigte der Räuber ihm den Ablass, den er für böse Dinge, die er erst noch tun wollte, erworben hatte.

Vielleicht ist diese Geschichte aus einem alten Reformationsbuch ein überspitzte Darstellung der damaligen Verhältnisse. Vielleicht auch nicht.

Diese Anekdote macht deutlich worum es damals ging. Der Gedanke, dass man Gottes Gunst und Vergebung kaufen könne, untergräbt die Ehrfurcht vor Gottes Geboten. Zudem hätten Reiche bei Gott erhebliche Vorteile.

Wir erwarten von Politikern und Beamten, dass sie nicht bestechlich sind. „Du gibst mir eine große Spende und ich setzte mich für deine privaten Interessen ein, obwohl ich den Auftrag habe zum Wohl des ganzen Volkes zu handeln.“

Hier die erste These Martin Luthers:

„Da unser Herr und Meister Jesus Christus spricht: Tut Busse etc., will er, dass das ganze Leben seiner Gläubigen auf Erden eine (stete) Busse sei.“

Also im Klartext: Wir sollen es mit dem Glauben ernst nehmen. Wir sollen unsere Leben von Herzen nach Gottes Worten ausrichten. Es genügt nicht, wenn wir ab und zu uns als fromm ausgeben, uns aber sonst ganz anders – gegenteilig – verhalten.

Menschen wie der oben erwähnte Straßenräuber hätten bei Martin Luther keine guten Karten gehabt. Luther nahm seine Religion ernst.

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Eine Martin Luther Spieluhr. Der Reformator mit der Bibel in der Hand. An dem roten Geschenkband auf Luthers Brust war der Schlüssel zum Aufziehen der Spieluhr befestigt.

 

 

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