Ruhe und Erfüllung finden

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Das Bild zeigt einen Brunnen in Öhringen (Baden Württemberg). Dieser Mann ist anscheinend sehr pflichtbewusst. Selbst bei Regen, wenn er einen Regenschirm braucht, nimmt er sich Zeit, um zu gießen.

„Der Herr gebe euch, dass ihr Ruhe findet eine jede in ihres Mannes Hause! Und sie küsste sie. Da erhoben sie ihre Stimme und weinten.“ (Ruth 1,9)

Hier ist von Ruhe finden die Rede. Damit bin ich ganz offensichtlich beim Thema meines Blogs.

Noomi spricht zu ihren mittlerweile verwitweten Schwiegertöchtern. Es sind Abschiedsworte. Noomi möchte wieder in ihre Heimat zurückkehren.

Noomis Mann war vor Jahren mit ihr und ihren beiden Söhnen ins Land der Moabiter gezogen. Die Söhne hatten Moabiterinnen geheiratet. Leider starben sowohl Noomis Mann, als auch die beiden Söhne. Jetzt waren Noomi und ihre moabitischen Schwiegertöchter verwitwet. Witwen hatten es damals nicht leicht.

Doch es gab einen Unterschied. Noomi war schon alt. Ihre beiden Schwiegertöchter waren noch jung und sie hatten das Leben noch vor sich.

Orpa und Ruth, so hießen die beiden Moabiterinnen, konnten wieder heiraten und in einer neuen Beziehung Erfüllung finden. Noomi wünscht ihnen, dass sie unter ihren Landsleuten neue Partner finden und glücklich werden.

Naomi würde wieder in ihre Heimat gehen und die beiden jungen Frauen zurück zu ihren Eltern. Dann könnten sie ein neues Leben beginnen. Leider waren ihre ersten Ehemänner ja verstorben.

Das hebräische Wort, das hier mit ‚Ruhe‘ übersetzt wird kann sich auch besonders auf den Trost beziehen, den eine Frau findet, wenn sie Mutter wird (*). Kinder gebären gehörte damals zu den wichtigen Aufgaben einer jeden Frau. Bisher war es Orpa und Ruth nicht vergönnt gewesen. Ihre Männer waren zu früh gestorben.

Ruhe finden bezieht sich hier nicht nur auf geordnete, friedsame Lebensumstände. Es hat auch mit der Erfüllung zu tun, die man in einer Lebensaufgabe – nämlich Kinder gebären – finden kann.

Eine Frau, die ein Kind zur Welt bringt, hat Grund, sich zu freuen. Die körperliche Anspannung der Schwangerschaft ist nun zu Ende. Ein kleiner Mensch ist nun geboren.

Freilich wird sie danach mit dem Neugeborenen viel Arbeit haben. Auch wenn die Kinder heranwachsen wird sie auf vielfältige Weise gefordert sein.

Doch Kinder großzuziehen verschaffte damals gesellschaftliche Anerkennung. Jeder konnte sehen, dass diese Frau nicht kinderlos war.

Auch in Matthäus 11,28-30 hat Ruhe finden etwas mit neuer Arbeit und mit neuen Belastungen zu tun. Jesus fordert uns auf: „Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“

Wenn wir zu Jesus kommen und schließlich Aufgaben übernehmen, die er uns gibt, können wir eine neue, bisher nicht gekannte Erfüllung finden. Jesus gibt uns die Möglichkeit, Dinge zu tun, wofür wir von Gott geplant und geschaffen sind.

(Vor einigen Wochen habe ich schon einmal einen Beitrag veröffentlicht in dem es um einen Vers aus dem Buch Ruth ging. Wer möchte, kann „Erquickung und Versorgung im Alter“ hier nachlesen.)

 

(*) Strong’s Exhaustive Concordance of the Bible  – Hebrew words: 4496

Christen finden Ruhe Feature

So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

 

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