Selbst dann noch!

img_2598

„Denn ich will die Müden erquicken und die Verschmachtenden sättigen.“ (Jeremia 31,25).

Hier ist noch ein Vers aus meiner Liste von Bibelstellen in denen im Luthertext das Wort „erquicken“ vorkommt. Obiges Wort erinnert stark an die Worte Jesu in Matthäus 11,28: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“

Leider liegt mein letzter regulärer Beitrag mehrere Wochen zurück. Damals ging es um Jeremia. Auch das eingangs zitierte Bibelwort stammt von diesem alttestamentlichen Propheten.

Jeremia lebte in einer schwierigen Zeit. Viele seiner Volksgenossen hatten sich vom Glauben an Gott abgewandt. Sie passten sich an. Sie verehrten Gottheiten von der Art wie sie sie von anderen Völkern kannten. Gerade das machte sie aber empfindlicher gegen feindliche Angriffe dieser Nationen.

Jeremia versuchte die Leute zu Gott zurückzurufen. Er warnte sie vor einem Gericht Gottes.

Manche, die im Alten Testament lesen, bekommen, den Eindruck, Gott sei grausam und darauf versessen sein Volk zu bestrafen. Dazu möchte ich aber sagen, dass die anderen Völker ringsumher ohnehin existierten. Einige dieser Nationen hatten großes Interesse daran, ihren Machtbereich auszuweiten. Gefahren für Israel und Juda gab es ohnehin.

Indem sie sich von ihrem Gott abwandten, entfernten sie sich von dem Fundament, auf dem ihre Nation gebaut war. Wenn sie sich auf ihre eigenen Wurzeln besannen, machte sie das zuversichtlicher und intelligenter. Im Gegensatz dazu war es nicht so klar, wohin Abenteuer mit fremden Gottheiten sie führen würden.

Manche Gebote leuchten uns schnell ein. Wenn wir am Rande eines Abgrundes stehen, brauchen die meisten von uns nicht erst eventuelle Warnhinweise auf Schildern zu lesen. Wir diskutieren auch nicht über Sinn und Unsinn eines Zauns, der uns daran hindert, wenige Schritte weiter zu gehen und in die Tiefe zu stürzen.

Wer dennoch über die Absperrung klettert geht ein Risiko ein. Er oder sie handelt auf eigene Gefahr. Wenn jemand hinunterstürzt, wird man nicht in erster Linie von einer Strafe Gottes reden. Jeder weiß, wie leicht so etwas passieren kann. Wer einen Schritt über so eine Absperrung überlebt ist vielleicht ein ausgezeichneter Kletterer. Manche würden von Gottes Bewahrung sprechen, wenn alles noch gut ausgeht.

Leider sind nicht alle Gefahren und Risiken im Leben so offensichtlich. Aber wenn wir über Gottes Gebote nachdenken, können wir dennoch erkennen, dass diese Weisungen auch unserem eigenen Schutz und unserer Sicherheit dienlich sind.

Jeremia hatte viel gepredigt. Er hatte versucht, seine Volksgenossen dazu zu bewegen, zu ihrem Gott umzukehren. Jeremia erahnte was passieren konnte.

Doch er wusste, dass Gott auch dann noch gnädig mit seinem Volk sein würde. Selbst in der Verbannung würde Gott sie nicht gänzlich aufgeben. Gott würde es fügen, dass sie eines Tages wieder in ihr Land zurück könnten. Jeremia hatte ein Wort von Gott: „Denn ich will die Müden erquicken und die Verschmachtenden sättigen.“

Christen finden Ruhe Feature

So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

 

Ein Gedanke zu „Selbst dann noch!

  1. Der Beitrag hat mich angesprochen. Ich lese gerade das Buch Jesaja. Er hatte immer wieder die Aufgabe schlimme Ereignisse vorher zu sagen. Damals galt allerdings noch der Fluch des Gesetzes, der bei nicht einhalten in Kraft tritt. Das Volk Israel konnte wählen zwischen Segen und Fluch (siehe 5. Mose )
    Trotzdem ist Gott gütig und liebevoll.
    Jesus hat diesen Fluch für uns getragen und uns davon befreit. Danke dafür

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s