Gott segnet die Barmherzigen!

Sandwelt Ludwigsburg 30.5.13 080

Skulpturen aus Sand (Sandwelt Ludwigsburg 2013). Das Kunstwerk zeigt einen Engel, der eine Schale mit Obst bringt.

 

Wohl dem der sich des Schwachen annimmt! Den wird der Herr erretten zur bösen Zeit. Der Herr wird ihn bewahren und beim Leben erhalten und es ihm lassen wohlgehen auf Erden und ihn nicht preisgeben dem Willen seiner Feinde. Der Herr wird ihn erquicken auf seinem Lager; du hilfst ihm auf von aller seiner Krankheit.“ (Psalm 41,1-4/Luther 1984).

Es gibt hier einen einfachen psychologischen Zusammenhang. Wer sich um Schwache und Kranke kümmert, setzt sich schon mit diesen Problemen auseinander. Wenn der- oder diejenige einmal selber betroffen sein sollte, dann hat er oder sie sich schon mit den Gefühlen, die man in einer solchen Situation hat, beschäftigt. Er oder sie kann in diesem Fall (relativ) gelassener reagieren. Er oder sie weiß schon worum es geht. Er oder sie hat schon (einen) Menschen lieben und annehmen gelernt, der unter dieser Schwachheit oder Krankheit gelitten hat.

Wer hingegen Kranke und Schwache verachtet und erniedrigt, wird anders reagieren, sollte es ihn selber treffen. So ein Mensch könnte leichter an seinem Schicksal verzweifeln. Oder er wird sehr hart und fordernd gegenüber denen, die ihm helfen, die vielleicht früher schon auf sein Wort gehört haben.

In Gottes Augen sind jedenfalls die Kranken und Schwachen wichtig. Auch sie sind seine Geschöpfe. Auch für sie ist der Heiland am Kreuz gestorben. Gott wird im Gericht einst danach fragen, wie wir mit anderen und insbesondere mit Leidenden umgegangen sind.

„Der Herr wird ihn erquicken auf seinem Lager.“ (Hier ist also wieder ein Satz, in dem das Wort erquicken vorkommt.) Gott hat uns so geschaffen, dass unser Körper sich – zumindest zu einem gewissen Grad – von selber regenerieren kann. Es ist Gottes Geschenk, wenn wir wieder gesund werden. Erholsamer Schlaf ist eine Gabe Gottes.

Weil er um diese Dinge weiß und weil er selber von seiner Grundeinstellung her ein barmherziger Mensch ist, richtet der Psalmbeter jetzt sein Anliegen mit zuversichtlichen Worten an Gott: „Ich sprach: Herr sei mir gnädig! Heile mich; denn ich habe an dir gesündigt.“ (Vers 5). Wir erfahren nicht an was für einer Krankheit David zu dieser Zeit litt. (Es ist ein Psalm Davids.) Doch David betet zu Gott.

Dabei stellt er keine Forderungen an Gott. Er sagt nicht, ich habe schon dreimal jemandem ein bisschen geholfen, deshalb bist du Gott verpflichtet, mich wieder gesund werden zu lassen bzw. gesund zu machen. Er gesteht ein, dass er selber Fehler gemacht hat und in seinem Denken und Verhalten nicht Gottes Idealen entsprochen hat.

David fängt nicht an, Gott anzuklagen, weil es ihm schlecht geht. Er hält daran fest, dass Gott gerecht ist und er weiß, dass er sich auch schon in Worten, Taten, Einstellungen und Gedanken gegen Gott gestellt hat.

David selbst leidet darunter, wie er von einigen anderen behandelt wird, die ihm Böses wünschen. Er weiß, dass manche nur zum Schein Mitleid mit ihm haben: „Sie kommen nach mir zu schauen und meinen’s doch nicht von Herzen; sondern sie suchen etwas, dass sie lästern können, gehen hin und tragen’s hinaus auf die Gasse.“ (Vers7).

David hält aber daran fest, dass Gott diejenigen segnen wird, die sich „des Schwachen“ annehmen: „Der Herr wird ihn erquicken auf seinem Lager…“. Er glaubt, Gott wird denen vergelten, die ihm (David)  helfen. Er rechnet damit, dass Gott gläubigen Menschen hilft, die selber hilfsbereit sind.

Hier den ganzen Psalm 41 lesen.

 

Christen finden Ruhe Feature

So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

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