„Sie sollen ruhen von ihrer Mühsal, denn…“

September 2012 041

 

„Und ich hörte eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Schreibe: Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an. Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihrer Mühsal; denn ihre Werke folgen ihnen nach.“ (Offenbarung 14,13).

Hier ist ein weiterer Bibelvers aus der Offenbarung. Ich beabsichtige nicht, hier detailliert auf die Offenbarung einzugehen. Der Vers passt zu den Worten Jesu in Matthäus 11,28: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch Ruhe geben.“ (Zürcher Übersetzung).

Während Jesus Menschen dazu aufrief, zu ihm zu kommen, geht es in obigem Wort aus der Offenbarung um Leute, die „in dem Herrn“ sind. Der Vers beschreibt, was es bringen kann, wenn sich jemand tatsächlich an Jesus wendet und ihm sein Leben übergibt.

Die Formulierung „in dem Herrn“ deutet auf eine intensive Beziehung und Verbundenheit eines Gläubigen zu seinem Meister. Freilich deutet das Wort „Herr“ weit über Jesus als wahren Menschen hinaus. Jesus war nicht nur ein Lehrer und Rabbi. Er war auch mehr als ein Prophet. Er ist der eingeborene Sohn des allmächtigen Vaters.

Aus Ehrfurcht vor Gott sprachen die Juden den Namen Gottes nicht aus. Wenn sie in den Heiligen Schriften lasen und dort die Konsonanten des Gottesnamens JHW standen, sprachen sie stattdessen das hebräische Wort für ‚Herr‘ aus.

Mir kommt eine andere Bibelstelle in den Sinn. Dort geht es auch um diese innige Beziehung eines Gläubigen zu Gott dem Herrn.

Jesus spricht in bildhaften Worten: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (Johannes 15,5/Luther 1984). „Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.“ (Vers 4).

Zu welchem Zweck pflanzen Menschen Weinstöcke? Sie möchten gerne Trauben ernten.

Hier vergleicht Jesus seine Jünger mit Weinreben. Nur in der engen Verbindung zum Weinstock, zu Gott dem Sohn, können sie Traubenfrüchte hervorbringen. Eine Rebe, die nicht den lebensspendenden Saft aus der Pflanze bezieht wird absterben.

Jesus sagt über Gott den Vater, den er als den wahren Weingärtner bezeichnet: „Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jede, die Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe.“ (Vers 2).

Vor Gott zählt was wir aus der engen Verbindung mit Jesus Christus heraus tun. Nur aus dieser Beziehung zu Jesus als unserem Herrn und Erlöser erwächst uns die Kraft, um so zu leben wie Gott es von uns möchte.

Durch Jesus empfangen wir Vergebung unserer Sünden. Dadurch werden wir in Gottes Augen neue Menschen. Wir bekommen eine wahre Beziehung zu Gott. Durch Jesus können die Früchte in unserem Leben wachsen, die Gott an uns sucht. Solche Werke haben vor Gott Bestand.

Eingangs haben wir gelesen, dass wer in dem Herrn stirbt, bei Gott Ruhe finden wird: „denn ihre Werke folgen ihnen nach.“ Hier geht es um Menschen, die auf den Heilandsruf in Matthäus 11,28-30 eingegangen sind.

4 Gedanken zu „„Sie sollen ruhen von ihrer Mühsal, denn…“

  1. Ich hoffe aber, dass ich annehmen darf, dass es nicht von heute auf morgen gehen wird, dass die Kraft Jesus in uns einen neuen Menschen bewirkt, wenn wir ihm unser Leben übergeben haben?

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  2. Danke für die Anmerkung. Aus Gottes Sicht sind wir, wenn wir wiedergeboren werden, sofort ein neuer Mensch. Wenn wir die Vergebung Gottes empfangen, sieht Gott nicht mehr unsere Sünde, wenn er uns anschaut. Insofern sind wir in Gottes Augen ganz neu.

    Andererseits hast Du natürlich recht, dass wir trotzdem noch Menschen sind und auch Fehler machen. Nachdem wir Jesus unser Leben übergeben haben, gibt es viel zu lernen.

    Kannst Du Dich mit dieser Formulierung anfreunden?

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