Ruhe, bis Gott einst eingreifen wird

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Jesus Christus spricht: „…ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28/Luther 1984). In der Zürcher Übersetzung sind diese Worte so übersetzt: „… so will ich euch Ruhe geben.“ Im griechischen Grundtext steht für ‚erquicken‘ bzw. ‚Ruhe geben‘ das Wort ‚anapano‘. In meinen letzten beiden Beiträgen habe ich zwei Bibelstellen behandelt, in denen dieses griechische Wort auch vorkommt.

Heute möchte ich einen weiteren Vers besprechen, wo dieses ‚anapano‘ in Griechischen steht. Mein heutiger Vers steht nicht in den Evangelien wie die letzten beiden. In meinem jetzigen Beitrag soll es um ein Bibelwort aus der Offenbarung gehen.

Man rechnet damit, dass die Johannesoffenbarung ziemlich spät, erst gegen Ende des ersten Jahrhunderts geschrieben wurde, nämlich in einer Zeit, als die Christen bereits vom römischen Staat aus verfolgt wurden. Damals gab es schon so viele Jesusgläubige, dass der Staat die Christen als eigenständige Größe wahrnehmen konnte.

Johannes hat die Offenbarung von einer kleinen Mittelmeerinsel aus geschrieben. Man rechnet damit, dass der Apostel sich dort nicht freiwillig aufhielt. Der Wortlaut von Offenbarung 1 Vers 9 lässt darauf schließen. Es gibt auch außerbiblische Quellen über die Insel Patmos. Es war wohl eine Insel, auf die manche Leute verbannt wurden. Offensichtlich konnte diese Verbannung nur durch den römischen Staat geschehen sein.

„Ich, Johannes, euer Bruder und Mitgenosse an der Bedrängnis und am Reich und an der Geduld in Jesus war auf der Insel, die Patmos heißt, um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses von Jesus.“ (Offenbarung 1,9). Es mag eine schwere Strafe gewesen sein, dass Johannes dort sein musste, doch er wusste um die Nähe Gottes. Der Geist Gottes zeigte ihm viele Dinge, die geschehen sollten. Die Offenbarung ist das prophetische Buch des Neuen Testaments.

In dem Vers, den ich heute kurz betrachten möchte, geht es um christliche Märtyrer: „Und als es das fünfte Siegel auftat, sah ich unten am Altar die Seelen derer, die umgebracht worden waren um des Wortes Gottes und um ihres Zeugnisses willen. Und sie schrien mit lauter Stimme: Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, wie lange richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen? Und ihnen wurde gegeben, einem jeden ein weißes Gewand und ihnen wurde gesagt, dass sie ruhen müssten noch eine kleine Zeit, bis vollzählig dazukämen ihre Mitknechte und Brüder, die auch noch getötet werden sollten wie sie.“ (Offenbarung 6, Verse 9 bis 11).

Den Seelen der um Christi willen Hingerichteten wurde gesagt, dass sie noch eine Zeit ruhen müssten. Hier findet sich das eingangs erwähnte griechische Wort ‚anapano‘, das auch in Matthäus 11,28 steht.

Offensichtlich sind Gott die Menschen, die um Jesu willen verfolgt werden wichtig. In seiner Vision sieht Johannes die christlichen Märtyrer in Gottes Nähe, in der Nähe des Altars Gottes.

Die Bibel lehrt, dass Gott einmal über alle Menschen Gericht halten wird. Bis dahin sollen sich die Märtyrer noch gedulden. Bis zu diesem Tag sollen sie ruhen.

Jesus kann uns Ruhe schenken, selbst wenn uns Unrecht widerfährt. Er lässt uns nicht alleine. Er kann uns innerlich ruhig machen. Er schenkt uns den Frieden und die Hoffnung, dass Gott genau aufpasst. Gott sieht das Leid, das wir ertragen müssen. Wir dürfen unsere Not zu ihm bringen. Wir dürfen unsere Anliegen ihm anbefehlen und darauf hoffen, dass er einst alles gut machen wird.

Ein Gedanke zu „Ruhe, bis Gott einst eingreifen wird

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