„Wollt ihr immernoch weiterschlafen?“

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„Dann kam er zu seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr weiter schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist da, dass der Menschensohn in die Hände der Sünder überantwortet wird. Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrät.“ (Matthäus 26,45+46).

Früher hatte Jesus seinen Jüngern und anderen Menschen zugerufen: Kommt zu mir, ich will euch erquicken, euch Ruhe geben, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen. Seither hatten viele auf Jesu Reden gehört. Jesus hatte vielen Menschen geholfen. Jünger waren ihm nachgefolgt und hatten ihn begleitet.

Jetzt war Jesus mit einigen Jüngern zusammen in einem Garten namens Gethsemane. Es war seine dunkelste Stunde. Jesus wusste, was ihm bevorstand. Jesus ging ein Stück weiter, um alleine zu seinem himmlischen Vater zu beten. Er wusste um das Leid, das ihm bevorstand.

Als Jesus wieder zu seinen Jüngern kam stellte er fest, dass sie eingeschlafen waren. „…und er sprach zu Petrus: Könnt ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen? Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ (Matthäus 26,40+41).

Jesus wusste, dass die Lage ernst war. In kritischen Situationen empfiehlt es sich, sehr aufmerksam zu sein und sich auf alles zu besinnen, was einem wichtig ist. Jesus rät seinen Jüngern, zum himmlischen Vater zu beten. Er wusste um die menschlichen Schwächen seiner Jünger. Er selbst hatte das tiefe Bedürfnis, zu wachen und zu beten. Er hätte sich gewünscht, dass auch seine Jünger zu diesem Zeitpunkt gebetet hätten.

Jesus ging ein zweites Mal, um alleine mit Gott zu reden. Ein schwerer Weg stand ihm bevor. Gott konnte ihn davor bewahren. Doch Jesus rang sich durch, zuerst nach Gottes Willen zu fragen und zuerst nach Gottes Reich zu trachten.

Jesus kehrte noch einmal zu seinen Jüngern zurück. Er stellte fest, dass sie wieder schliefen. Er ließ sie weiterschlafen. Er ging um weiter zu beten.

Schließlich kam Jesus zum dritten Mal zu seinen Jüngern zurück. Diesmal sprach er seine Jünger an. Er sagte die Worte, die ich eingangs zitiert habe.

„Ach wollt ihr weiter schlafen und ruhen?“ – Das hier mit ‚ruhen‘ übersetzte Wort ist im griechischen Urtext das gleiche Wort, das Luther in Matthäus 11,28 mit ‚erquicken‘ übersetzt hat. Andere Bibelübersetzungen haben an dieser Stelle auch das Wort ‚Ruhe‘.

In Gethsemane sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wollt ihr weiterschlafen und ruhen? Jetzt ist es so weit. Der Verräter wird mich überantworten.

Jesus gebraucht das Wort ‚ruhen‘ an dieser Stelle im ganz wörtlichen Sinne. Es war Abend und Zeit zu schlafen und die Jünger waren offensichtlich müde.

Jesus ruft uns zu sich. Er möchte uns Ruhe schenken. Wenn wir von ihm lernen, können wir Ruhe finden für unsere Seelen.

Es gibt aber Situationen, in denen es gefährlich sein kann, wenn wir uns einfach ausruhen und den Dingen ihren Lauf lassen. Wenn wir nicht aufpassen können wir in innere und äußere Konflikte hineinschlittern. Jesus empfiehlt in solchen Augenblicken zu wachen und zu beten.

Christen finden Ruhe Feature

So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

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