Mit Jesus in alltäglichen Problemen

Bodenseewellen

Leichter Wellengang am Bodensee

 

 

Mancher mag denken, wer mit dem Sohn des Allmächtigen Gottes zusammen ist, wäre dadurch für immer und ausschließlich auf der Sonnenseite des Lebens: Unterbringung in der Luxussuite, von allen Seiten bedient werden, das Beste vom Besten zu Essen, kurz gesagt, ein Leben wie im Schlaraffenland. Doch aus den Erfahrungen der Jünger Jesu Christi im Neuen Testament ergibt sich ein anderes Bild.

Jesus war von einer großen Menschenmenge umgeben. Er setzte sich in ein Boot und fing an die Menschen zu lehren. Das war tagsüber. (Markus 4,1ff).

Am Abend forderte Jesus die Jünger auf, mit dem Boot auf die andere Seite des Sees Genezareth zu fahren. Sie lösten die Versammlung auf und schickten die Leute nach Hause.

Wir wissen nicht, für wie lange Jesus an diesem Tag gelehrt hatte. Vielleicht hat Jesus mehrere Stunden lang gesprochen. Er konnte sich die Akustik des Sees zunutze machen, musste aber trotzdem laut sprechen, um gehört zu werden. Es war ein anstrengender Tag und er war am Abend müde.

Es waren mehrere Boote, die losfuhren, um auf die andere Seite des Sees zu gelangen. Jesus legte sich hin und schlief ein.

Einige der Jünger waren von Beruf Fischer. Sie hatten die meiste Zeit ihres Lebens an diesem See verbracht. Sie hatten viel Erfahrung im Bootfahren, kannten aber auch die Gefahren. Sie waren Profis, was Fischen und auf den See Hinausfahren anbelangt.

„Und es erhob sich ein großer Windwirbel und die Wellen schlugen in das Boot, sodass das Boot schon voll wurde.“ (Markus 4,37). Immer wieder in den Evangelien lesen wir von solchen gefährlichen Winden und Wellen auf diesem Binnensee. Manche Bibelausleger weisen darauf hin, dass der See von Bergen umgeben war. Winde konnten deshalb als Fallwinde von oben herab kommen und gefährlich hohe Wellen verursachen.

Wir wissen nicht genau wie gut die Jünger schwimmen konnten. Bei Wellengang zu schwimmen ist ohnehin viel schwieriger und gefährlicher.

Wasser lief in das Boot. Ihr Kapital und ihr Lebensunterhalt drohte zu versinken. Nur vom Ufer aus würden sie nie genügend Fische fangen können. Wer angesichts von Wellen sich selbst retten konnte, aber sein Fischerboot verlor, erlitt schweren wirtschaftlichen Schaden.

Einige der Jünger waren Fischereifachleute. Sie waren Profis. Die Gefahren des Sees gehörten zu ihrem Alltag.

Auch als Jesus dabei war gab es solche Stürme und Wellen. Jesus bewahrte seine Jünger nicht vor diesen alltäglichen Problemen.

Sie waren jetzt einfach auf Jesu Wort hin losgefahren. Vielleicht hätten sie normalerweise viel gründlicher das Wetter analysiert bevor sie in See stachen.

Auch wer heute Jesus nachfolgt, muss trotzdem mit vielen Schwierigkeiten und Anforderungen des Lebens fertig werden. Die Jünger Jesu damals und heute haben einen großen Vorteil: Der Meister ist in ihrer Nähe. Er ist nur ein Gebet weit entfernt!

 

Christen finden Ruhe Feature

So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

2 Gedanken zu „Mit Jesus in alltäglichen Problemen

  1. Danke für Deinen Kommentar und Deinen Besuch auf meiner Seite. Ja wir dürfen Gott unsere alltäglichen Sorgen anvertrauen. Wenn wir uns darin übern, dann fällt uns das immer leichter, das stimmt. Wenn wir im Glauben wachsen, dann wenden wir uns vertrauensvoller an Ihn.

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