Vor einer großen Aufgabe

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Bevor Jesus den Blicken der Jünger entschwand und in den Himmel auffuhr, eröffnete er ihnen einen großen Auftrag. Darüber lesen wir am Ende der Berichte von Matthäus und Markus und zu Beginn der Apostelgeschichte.

Seither war Jesus selbst umhergezogen und hatte Menschen gelehrt. Jetzt sollten die Jünger den Verkündigungsdienst Jesu gewissermaßen fortsetzen.

Geographisch gesehen war Jesus selbst nicht sehr weit herumgekommen. In seinem Dienst hatte er sich überwiegend auf jüdische Volksgenossen konzentriert.

Im Gegensatz dazu betraf der Missionsbefehl Jesu an seine Jünger alle Völker. Sie würden diese Aufgabe nicht bequem von zu Hause aus erledigen können. Sie würden dazu ihr Heimatland verlassen müssen.

Einst hatte Jesus aufgefordert: „Nehmt auf euch mein Joch…“ (Matthäus 11,29). Diese Worte bekamen jetzt ein neues Gewicht. Jesus sagte den Jüngern etwas über seine Anliegen und Ziele. Er machte ihnen klar, wofür Sie sich einsetzen sollten.

„Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.“ (Markus 16,15). Es sollte nicht mehr nur um das auserwählte Volk Israel gehen. Die frohe Botschaft des Schöpfers sollte allen Menschen gelten. Die Jünger bekamen den Auftrag, diese Nachricht zu verbreiten.

Wer in fremde Länder geht, muss auf manche Bequemlichkeiten verzichten. Jesus hatte seinen Jüngern nie ein Leben ohne Probleme und Schwierigkeiten versprochen.

Jetzt versicherte er ihnen, er würde sie nicht alleine lassen. Er würde bei ihnen sein, wo auch immer sie hingehen und sein Wort verkündigen würden: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28,20b).

Die Jünger sollten sich nicht sofort und blindlings in die Aufgabe stürzen. Vielmehr sollten sie zunächst noch in Jerusalem bleiben. (Apostelgeschichte 1,4).

Jerusalem war nicht nur ein Ort, in dem Jesus und seine Jünger vieles erlebt hatten. Es war die Stadt, die Gott einst auserwählt hatte. Dort sollte der Tempel gebaut werden. Dorthin sollten die Israeliten kommen, um Gott anzubeten und seine Nähe zu suchen. Jerusalem war das Zentrum des israelitischen Gottesglaubens.

In dieser heiligen Stadt sollten die Jünger bleiben, bis Gott seine Verheißung an ihnen erfüllen würde. Jesus sagte zu ihnen: „Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“ (Apostelgeschichte 1,8).

Als Jesus in den Himmel aufgefahren war, verbrachten die Jünger viel Zeit gemeinsam in einmütigem Gebet. Sie suchten Gottes Angesicht. Sie beteten, bis Gott ihnen an Pfingsten die Kraft des Heiligen Geistes sandte.

Martin Luther soll einmal gesagt haben: „Heute habe ich viel zu tun, also muss ich viel beten.“ Jesus lehrte seine Jünger, sich nicht blindlings in die Aufgabe zu stürzen. Sie sollten am Ort der Anbetung bleiben. Sie beteten, bis Gott sie mit Kraft aus der Höhe ausrüstete. Dann ergab sich, wie sie anfangen konnten, den Auftrag Jesu zu erfüllen.

So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

 

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