Um des Glaubens willen

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„Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.

Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen. Seid fröhlich und getrost, es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.“ (Matthäus 5,10-12/Luther’84).

 

Verfolgung war für Jesus und seine Jünger kein Fremdwort. Kurz zuvor war Johannes der Täufer von Herodes inhaftiert worden. Johannes hatte die unterschiedlichsten Menschen aufgefordert, umzukehren und ihr Leben nach Gottes Willen auszurichten. Schließlich hatte er auch Sünden des König Herodes angeprangert. Dieser ließ den Propheten gefangen nehmen. (vgl. Matthäus 4,12 und 14,3+4).

Die Mutter Jesu und die Mutter des Johannes hatten sich gekannt. Johannes hatte auch Jesus getauft und er hatte auf Jesus hingewiesen. Manche, die Johannes nachgefolgt waren, folgten auch Jesus.

Johannes hatte nicht nur nach Gerechtigkeit gehungert und gedürstet. Er hatte sich nach Kräften für Gerechtigkeit eingesetzt. Jetzt war er deswegen in Schwierigkeiten.

In Matthäus 4,12 lesen wir die knappe Feststellung, dass Jesus sich nach Galiläa zurückzog, als Johannes eingekerkert worden war. Ich frage mich, ob Jesus in dieser Gegend sicherer war. Darüber erfahren wir weiter nichts.

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Immer wieder in den Evangelien lesen wir, dass insbesondere auch Angehörige der religiösen Elite Jesus kritisch gegenüber standen. Dennoch waren die Jünger entsetzt, als Jesus anfing sie darauf vorzubereiten, was ihm zu gegebener Zeit in Jerusalem zustoßen würde.

Freilich konnte die Verurteilung Jesu auch seinen Jüngern das Leben erheblich schwerer machen. Kurz vor seiner Gefangennahme hatte Jesus seinen Vertrauten erklärt: „Gedenkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten. Aber das alles werden sie euch tun um meines Namens willen, denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.“ (Johannes 15,20+21).

Eine Erklärung dafür, warum es sein kann, dass Menschen um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, finden wir im Johannesevangelium: „… dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden.“ (Johannes 3,19-20).

Jesus beschließt seine Seligpreisungen mit oben angeführtem Wort. Glücklich zu preisen sind die, die wegen ihres guten Lebenswandels verfolgt werden. Gott segnet Menschen, die sich auf Gottes Seite und auf die Seite Jesu stellen.

Jesus fordert seine Jünger auf, sich zu freuen, wenn sie um seinetwillen verfolgt, verschmäht und verleumdet werden. Er lenkt den Blick seiner Jünger weg von dem Leid, das sie ertragen müssen. Er verweist sie auf Gottes Segnungen: Das Himmelreich und eine Belohnung im Himmel.

Christen finden Ruhe Feature

So heißt jetzt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

 

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