Die Frage nach unseren wahren Beweggründen

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„Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“ (Matthäus 5,8/Luther’84).

Manche, die dem christlichen Glauben skeptisch gegenüber stehen, sagen: „Ich glaube nur, was ich sehe!“ Es soll heißen, weil sie Gott mit ihren Augen nicht sehen können, wollen sie auch nicht an ihn glauben.

Es gibt auch Christen, die eine Vergewisserung für ihren Glauben suchen. Sie möchten etwas mit Gott erleben. Sie suchen eine Erfahrung, die ihnen zeigt, dass Gott für sie da ist, dass er sie liebt, ihnen vergibt und sie annimmt.

Hier benennt Jesus eine Voraussetzung, die notwendig ist, wenn jemand Gottes Realität erleben möchte. Es kommt auf unsere innere Einstellung, auf unsere Motive und Absichten an.

In einer Redensart heißt es: „Man sieht nur mit dem Herzen gut!“ Wer einen anderen Menschen verstehen will, der tut gut daran, persönliche Abneigungen oder Vorurteile hintenanzustellen. Es gelingt uns viel eher auf andere adäquat einzugehen, wenn wir diese lieben und schätzen. So können belastbare Beziehungen entstehen.

Ähnlich ist es bei unserer Beziehung zu Gott. Unsere innere Einstellung Gott gegenüber entscheidet, ob wir im christlichen Glauben Erfüllung finden.

Als Martin Luther im Kloster war, hat er oft gebeichtet, er könne Gott nicht lieben. Doch eines Tages studierte er in der Bibel. Ein Bibelvers, den er durchaus schon gekannt haben mag, wurde ihm zur Lebens- und Kraftquelle.

Er las in Römer 1,17, dass es auf den Glauben ankommt. Er kam innerlich zur Ruhe. Er hatte sich oft mit eigenen negativen Gefühlen und Einstellungen befasst. Nun erkannte er, dass er so wie er war, einfach Gott vertrauen durfte.

Später hat Luther betont, dass die Werke des Gesetzes und das Einhalten ritueller Vorschriften einen Menschen vor Gott nicht gerecht machen können. Es kommt auf unsere innere Haltung, auf unseren Glauben an.

Mancher achtet auf sein äußeres Erscheinungsbild. In der Kirche möchte man sich gerne als frommen und rechtschaffenen Menschen präsentieren. Aber was sind die wahren Beweggründe? Ein Händler erhofft sich vielleicht, dass Kirchenleute bevorzugt bei ihm einkaufen, wenn er sich bemüht, diesen Leuten zu gefallen.

Jesus spricht von unserem Herzen. Er fragt nach unserer Gesinnung, nach unserer Motivation. Er bedauert, dass Menschen zu viel Schlechtem in der Lage sind: „Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung.“ (Matthäus 15,19).

„Gott segnet die, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott sehen.“ (Matthäus 5,8/ Neues Leben Bibel). Wie können wir an unserem inneren Menschen rein sein bzw. werden? Mir fallen zwei Dinge dazu ein:

  1. Es hilft, wenn wir uns ehrlich mit der Bibel, dem Wort Gottes befassen, denn es „ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.“ (Hebräer 4,12b).
  2. Zweitens dürfen wir Gott um ein reines Herz bitten. Hier ein Kindergebet: „Ich bin klein, mein Herz mach rein, soll niemand drin wohnen, als Jesus allein.“

 

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Ein kleines Rinnsal am Wegesrand. Das Wasser ist so klar, dass man sich drin spiegeln kann.

 

Christen finden Ruhe Feature

So heißt ab jetzt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

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