Die Barmherzigen

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„Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“ (Matthäus 5,7/Luther’84).

Wenn man sich mit Maßstäben der Bibel befasst, könnte man annehmen, Christen müssten sehr streng und hart miteinander umgehen. Man könnte vermuten, dass nur die Besten, le crème de la crème in der christlichen Gemeinde eine Chance hätten. Aber diese Vermutung ist falsch.

In der Bibel gibt es andere Regeln für Gläubige: „Darum stärkt die müden Hände und die wankenden Knie und macht sichere Schritte mit euren Füßen, damit nicht jemand strauchle wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde.“ (Hebräer 12,12+13). Wir sollen uns gegenseitig unterstützen und tragen. Christen sollen auch untereinander barmherzig sein.

„Gott segnet die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erfahren.“ So lautet dieser Vers in der Neues Leben Bibel.

„Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt! Den wird der Herr erretten zur bösen Zeit. Der Herr wird ihn bewahren und beim Leben erhalten und es ihm lassen wohlgehen auf Erden und ihn nicht preisgeben dem Willen seiner Feinde. Der Herr wird ihn erquicken auf seinem Lager; du hilfst ihm auf von aller seiner Krankheit.“ (Psalm 41,2-4).

Nicht nur mit Kranken und Schwachen sollen wir barmherzig sein, sondern auch mit Armen. Der folgende Vers ermutigt dazu: „Wer sich des Armen erbarmt, der leiht dem Herrn, und der wird ihm vergelten, was er Gutes getan hat.“ (Sprüche 19,17).

Wir kennen das Gleichnis vom Weltgericht. Dort sagt Jesus zu den einen, sie hätten ihm Gutes getan, als er bedürftig war. Die anderen hätten ihm nicht geholfen. Beide Gruppen stellen ihm die verwunderte Frage: Wann haben wir dir das alles getan bzw. nicht getan?

Jesus antwortet, „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Beziehungsweise sagt er den anderen, wo sie diesen Geringsten nicht zu helfen bereit waren, hätten sie tatsächlich dem Herrn selbst die Hilfe verweigert. (vgl. Matthäus 25,31-46).

Im Jakobusbrief lesen wir diesen Gedanken in einem Vers zusammengefasst: „Denn es wird ein unbarmherziges Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; Barmherzigkeit triumphiert aber über das Gericht.“ (Jakobus 2,13).

Das Wort Barmherzigkeit bezieht sich auf konkretes Verhalten und Tun. Das wird aus dem erwähnten Gleichnis recht deutlich. Jesus benennt Gruppen von benachteiligten Menschen. Jesus fragt danach, ob wir auf diese spezielle Nöte eingegangen sind. Er spricht von Hungrigen, Durstigen, Nackten, Kranken und von Gefangenen.

Manche haben es sich zur Aufgabe gemacht, sich beruflich um notleidende Menschen zu kümmern. Nicht jeder kann im gleichen Ausmaß auf Menschen eingehen.

Aber wie denken und reden wir über andere. Wie verhalten wir uns, wenn wir unmittelbar mit jemandem in Kontakt kommen und die Möglichkeit haben, zu helfen? Nehmen wir uns die Nöte anderer zu Herzen?

Jesus hatte verkündet, das Reich Gottes sei nahe herbei gekommen. Er sagt, wer barmherzig ist, sei auf dem richtigen Weg.

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Christen finden Ruhe Feature

So heißt ab jetzt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

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