Was zu wahrem Glauben gehört

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„Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.“ (Matthäus 5,6/Luther’84).

Nach Gerechtigkeit Hungern und Dürsten, das hört sich nach mehr an als ein intellektuelles Für-wahr-Halten theologischer Richtigkeiten. Hunger und Durst sind existenzielle Bedürfnisse.

Leider ist es in der Kirchengeschichte immer wieder so weit gekommen, dass das christliche Leben irgendwie oberflächlich wurde. Man hatte bestimmte Lehren, die man vertrat, und befolgte einige Sitten und Gebräuche.

Die Frage ist, inwieweit prägt, was wir glauben, tatsächlich unser Denken und Handeln? Begnügen wir uns damit, gebetsmühlenartig christliche Wahrheiten zu wiederholen, oder haben wir tatsächlich Werte verinnerlicht?

Wir reden vielleicht von Gerechtigkeit und wie man sich als Christ verhalten sollte. Aber wie wichtig ist uns das tatsächlich?

Jesus sagt: „Glückselig sind die, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit…“ (Basis Bibel). Er spricht von Menschen, die nicht nur das Wort Gottes kennen, sondern die ein Verlangen haben, so zu leben, wie Gott es von ihnen möchte. Es ist ihnen ein Bedürfnis, gerecht zu sein und vor Gott als gerecht angesehen zu werden.

Paulus stellt einmal fest, dass die Heilige Schrift zur Erziehung in der Gerechtigkeit nützlich sei (2. Timotheus 3,16). Mit anderen Worten, wer ein Verlangen nach Gerechtigkeit hat und in der Bibel liest, kann dort finden, was er sucht.

Jesus sagt an anderer Stelle, nicht lange nach den Seligpreisungen: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit…“ Er fordert uns auf, Gottes Reich und die dafür erforderliche Gerechtigkeit, in unserer Prioritätenliste weit oben anzusiedeln.

Viele Menschen, die Jesus nachliefen, sehnten sich nach dem Reich Gottes. Sie wünschten sich, dass Gott auch in ihrem Leben und in ihrer Umgebung wirken möge.

Wo Gott das Sagen hat, ist Gerechtigkeit ein wichtiges Thema. Jesus ermutigt uns, wir sollen ein Verlangen kultivieren, um nach Gottes Maßstäben gerecht zu leben. Er sagt, Hungern und Dürsten nach Gerechtigkeit sei nicht vergeblich: „Denn sie sollen satt werden.“

Wenn wir von Gerechtigkeit reden, geht es zum einen um die Frage, wie wir anderen gerecht werden können. Wir wissen aber, dass unsere Bemühungen und unser Gutmenschentum Grenzen haben.

Wer sich an Gott wendet und sich nach Gottes Reich sehnt, für den ist noch etwas anderes wichtig: Wie kann ich erleben, dass Gott sich mir in seiner Gerechtigkeit zuwendet? Eine Antwort auf diese Sehnsucht finde ich in einem der neutestamentlichen Briefe: „Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ (1. Johannes 1,8+9).

Wir sollen vor Gott ehrlich werden. Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, ist ein Geschenk, das er für uns bereit hält.

Christen finden Ruhe Feature

So heißt ab jetzt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

Ein Gedanke zu „Was zu wahrem Glauben gehört

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