Gedanken über die Seligpreisungen

Serienbild

Was hatte es mit diesen „Seligpreisungen“ auf sich? Es ist nicht ganz klar, ob Jesus nur zu seinen Jüngern gesprochen hat oder zu der ganzen Volksmenge, soweit diese ihn akustisch verstehen konnten.

Jesus hatte sich hingesetzt. Die Jünger waren zu ihm hingegangen. Man könnte annehmen, dass jemand, der im Sitzen spricht nur in seiner direkten Umgebung gehört wird. Oder hat Jesus vielleicht seinen Sitzplatz auf dem hohen Berg so ausgewählt, dass ihn viele hören konnten? Wir wissen es nicht. (Vgl. Matthäus 5,1).

Zu Beginn der Rede Jesu sind uns einige pointierte Aussagen überliefert. Jeder dieser Sätze beginnt in der Lutherübersetzung mit den Worten „Selig sind…“. Die BasisBibel sagt: „Glückselig sind…“ In der Neuen Genfer Übersetzung heißt es: „Glücklich zu preisen sind…“. Eine andere neue Übersetzung beginnt jeweils mit den Worten: „ Gott segnet, die…“ (Neues Leben, Die Bibel).

Man bezeichnet diese Verse als „Seligpreisungen“, weil sie jeweils mit diesen Worten beginnen. Jesus erwähnt dann eine bestimmte menschliche Eigenschaft oder Verhaltensweise und eine Belohnung Gottes für diese Menschen.

Ich habe verschiedene Ideen, wie man diese Jesusworte verstehen könnte. Ich erwähne diese Sichtweisen, ohne für und wider im Detail auszudiskutieren. Meine Gedanken können aber helfen, das damalige Geschehen und die Bedeutung dieser Verse für uns besser zu ergründen.

  1. Vielleicht hat Jesus einfach seinen Auftrag zusammengefasst. Er sagte, um was für Leute er sich besonders kümmern wollte. Er beschrieb wem er helfen wollte und auf welche Weise diesen Menschen jeweils der Segen Gottes zuteilwerden sollte.
  2. Möglicherweise erteilte Jesus seinen Jüngern Anweisungen wie sie mit der großen Volksmenge, von der sie ständig umgeben waren, umgehen sollten. So viele Menschen waren für die Jünger eine Belastung und eine Herausforderung. Als Jesus sprach hatten sie die Menge vor Augen. Jesus sprach über Nöte, Erwartungen und Anliegen, weswegen diese Leute sich auf den Weg gemacht hatten.
  3. Jesus wollte insbesondere seine Jünger unterweisen. Sie waren Jesu Schüler, die er ausbildete. Man könnte die Seligpreisungen als eine Art Schulordnung verstehen. Jesus erklärte, welche Einstellungen und Gesinnungen er sich von seinen Jüngern wünschte. Wenn die Jünger so denken, werden sie gute Fortschritte machen als Schüler Jesu. Es handelt sich um eine Art Schulethik oder einen Verhaltenskodex für Jünger Jesu.
  4. Die Seligpreisungen vermitteln uns wichtige Anregungen, wie wir denken und leben sollen. Wir können daraus lernen wie wir Gottes Segen erleben können.

Nun aber genug der Vorrede. Ab meinem nächsten Serienbeitrag werde ich diese Selig-Worte der Reihe nach behandeln.

Für die Leser meines Blogs möchte ich noch einmal hervorheben, dass die Seligpreisungen uns helfen können, Jesu Worte in Matthäus 11,28 bis 30 besser zu verstehen. Wir lernen Aspekte der Begriffe mühselig und beladen kennen. Wir erfahren, was wir von Jesus lernen sollen oder dürfen. Wir erkennen, was es bedeuten kann, sich mit Jesu Zielen zu identifizieren, sprich sein Joch auf sich zu nehmen. Es wird auch deutlich was Jesus gemeint haben kann, wenn er sagte er wolle uns erquicken und wir könnten Ruhe finden für unsere Seelen.

 

So heißt ab jetzt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

So heißt ab jetzt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

2 Gedanken zu „Gedanken über die Seligpreisungen

  1. Pingback: Beitragsserie über die Seligpreisungen | Christen finden Ruhe

  2. Pingback: Habe Mut, traurig zu sein! | Christen finden Ruhe

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s