Wie reagieren wir?

StorchweißseineZeit

Seit geraumer Zeit drehen meine Beiträge sich – mehr oder weniger offensichtlich – um die Worte „mühselig und beladen“ in Matthäus 11,28. Wer sind die Menschen, die Jesus zu sich ruft, und denen er Ruhe verheißt? Wie müssen wir uns verhalten, um Gottes Segen und seine Ruhe erleben zu können?

Direkt vor dem Heilandsruf (Matthäus 11,28-30) lesen wir, dass Jesus traurig war. Er zählt ein paar Städte auf, in denen er besonders viele Wunder gewirkt hatte. Diese Menschen hatten eine Chance, sich neu auf den lebendigen Gott zu besinnen und sich ihm zuzuwenden. Jesus bedauert, dass Menschen in diesen Ortschaften nicht „Buße getan“ hatten. (vgl. Matthäus 11,20-24).

Dann lesen wir ein geheimnisvolles Gebet Jesu zum himmlischen Vater. Er spricht davon, dass es Gottes Plan gewesen sei, dass bestimmte Menschen, die er hier als „Weise und Kluge“ bezeichnet, die Wahrheit Gottes nicht erkannten. Er spricht von „Unmündigen“, denen Gott sich seinem Plan gemäß offenbart, und die wahrhaft zu Gott umkehren bzw. an Jesus glauben werden.

Die Begriffe „Weise“, „Kluge“ und “Unmündige“ werfen Fragen auf. Was für Menschen meint Jesus damit. Gibt es nicht auch in der Bibel verschiedene Arten von Weisheit und Klugheit? Es würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen, wollte ich auf diese Frage genauer eingehen.

Gleich im Anschluss an dieses Gebet Jesu lesen wir den Heilandsruf. Jesus lädt Mühselige und Beladene zu sich ein. Diese Worte scheinen an dem Begriff „Unmündige“ in den vorangegangenen Versen anzuknüpfen. Es geht um Menschen, an die Jesus sich mit neuer Zuversicht wendet. Zu ihnen weiß er sich gesandt. Er möchte ihnen neue Kraft geben und Ruhe schenken.

Schon früher im elften Kapitel wurde deutlich, dass Jesus einen besonderen Auftrag für notleidende Menschen hatte. Johannes der Täufer hat ihn fragen lassen, ob er der verheißene Messias sei. Jesus verwies auf seine Werke und gleichzeitig auf Prophezeiungen aus dem Alten Testament: „Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören. Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium …“ (Vers 5). Ähnliche Worte hat Jesus auch in der Synagoge in Nazareth verlesen und auf sich bezogen. (Lukas 4,16-21).

Ich möchte meinen Lesern nicht die Frage aufdrängen, ob sie arm und notleidend genug seien, als dass Jesus ihnen helfen könnte. Vielmehr möchte ich betonen, dass es an uns liegt, ob wir auf Jesu Ruf und Einladung hören.

Ein Grund, warum Jesus besonders zu den Bedürftigen gesandt war, ist, dass andere Wichtigeres im Kopf hatten. Im Neuen Testament finden wir zwei Gleichnisse Jesu, in denen er von einer Einladung zu einem Fest erzählt. Im Matthäusevangelium geht es um einen König und Gäste bei einer königlichen Hochzeit. Die Geschichte im Lukasevangelium handelt von einem Menschen, der ein gutes Abendessen veranstaltete.

In beiden Gleichnissen wollten die Geladenen nicht kommen. Sie hatten Ausreden, sie hatten anderes vor, oder sie wurden sogar unwillig über die Boten, die zu ihnen gesandt waren. Deshalb wurde die Einladung ausgedehnt an Böse und Gute (Matthäus 22,10) sowie an mühselige Krüppel, Blinde und Arme (Lukas 14,21).

Gottes Ruf ergeht auch an uns. Wie werden wir uns verhalten?

 

So heißt ab jetzt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

So heißt ab jetzt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

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