Kann Nachdenken über Bibelverse uns wirklich ruhiger machen?

Reh-erquicken-Mt.11,28Kann man denn tatsächlich innerlich ruhiger werden, wenn man über Bibelverse nachdenkt? Kann man wirklich mit Problemen besser fertig werden, indem man sich mit dem christlichen Glauben beschäftigt?

Zunächst einmal möchte ich sagen, dass Denken gesund ist, wenn es nicht immer in fest eingefahrenen Bahnen kreist. Neue Gedanken können das Leben bereichern. Es ist gut für uns, wenn wir manchmal an einen Punkt gelangen, wo wir sagen: So habe ich das noch nie gesehen.

Es gibt Aspekte unserer Lebensumstände und unserer psychologischen Voraussetzungen, die uns nicht bewusst sind. Wer einen Grund zur Hoffnung hat, ist dazu befreit, Dinge in einem neuen Licht zu sehen.

In der Psychotherapie gibt es Therapieformen, die sich auf das Denken und die Einstellung des Einzelnen beziehen. Neue Gedanken, auf die ein Klient selber kommt, sind dabei oft mehr wert als vorgegebene Lösungen.

Psychisch Kranken könnte Nachdenken helfen, soweit sie noch dazu in der Lage sind. Manchmal gibt es Gedanken, die einen in Abgründe stürzen lassen, wenn man ihnen Raum gibt.

Gesunde Menschen profitieren, wenn sie sich darin üben, Dinge mit neuen Augen zu sehen. Alles was wir lernen kann dazu beitragen, dass wir eine veränderte Sicht für unsere Lebensumstände bekommen.

Wohl dem, der nicht bei seiner eigenen Betroffenheit stehen bleibt, sondern lernt, andere Beteiligte an einer Situation besser zu verstehen. Wie hat wohl der andere über unseren Streit gedacht? Könnte ich in ähnlichen Situationen ähnlich reagieren? Kann ich irgendwie nachvollziehen, warum der andere sich so verhalten hat?

Wie gut, wenn jemand in der Lage ist, seine eigenen Beweggründe und Reaktionen zu reflektieren. War es eigentlich gut wie ich mich verhalten habe? Bin ich zufrieden mit mir? Was würden andere darüber sagen? Wie würde wohl Jesus darüber denken?

Die Bibel redet von der Liebe Gottes zu uns Menschen. Gott nimmt uns an, so wie wir sind. Er ist bereit, uns unsere Verfehlungen zu vergeben. Wer sich im Glauben auf die Vergebung Gottes einlässt, wird innerlich frei, um über sein eigenes Verhalten nachzudenken.

„So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.“ (Römer 8,1). Wer sein Leben Jesus anbefohlen hat und um Gottes Vergebung weiß, kann mit neuer Gelassenheit über sein Leben nachdenken: Gott verdammt mich nicht. Auch wenn manches an meinem Verhalten nicht so gut ist, brauche ich daran nicht zu verzweifeln. Jesus Christus liebt mich. Er nimmt mich an und schenkt mir eine neue Perspektive.

Das Wissen um die Liebe Gottes macht den Gläubigen innerlich frei. Er bekommt eine neue Einstellung zu sich selbst.

Wer Gott vertraut beginnt auch zu erahnen: „Was Gott für mich getan hat, kann er auch für andere tun. So wie Gott mir vergeben hat, würde er auch meinem Gegenüber vergeben.“

 

 

4 Gedanken zu „Kann Nachdenken über Bibelverse uns wirklich ruhiger machen?

  1. ja, das lesen in der bibel offenbart gottes zusagen an uns und wir erkennen, dass wir in ihm ruhe finden können. und der heilige geist in uns setzt dann diese tiefe ruhe frei. alles, was wir suchen, finden wir bei gott. das lesen in der bibel, mit der entsprechenden herzenshaltung ist dann ja schon ein schritt der suche…

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  2. Danke für den Kommentar! Ja, wer um Gottes Liebe und Vergebung weiß, hat eine neue Grundlage. Dieses Wissen schenkt Kraft, mit Schwierigkeiten und Problemen des Lebens besser fertig zu werden. Es ist gut, wenn wir uns mit Gottes Zusagen befassen.

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