Jesus, der gute Hirte

Jan-März 14 017Bleistift

„Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden?“ (Hesekiel 34,2b).

Bekanntlich verdienen Top-Manager und Politiker deutlich besser als andere. Es wird wohl immer so sein, dass Menschen in Führungspositionen höhere Gehälter bekommen. Sie haben ja schließlich auch viel Verantwortung.

Wenn herauskommt, dass ein Verantwortlicher seine Aufgaben vernachlässigt und sich zusätzlich bereichert hat, ist das ein Skandal. Wer die Nachrichten in den Medien verfolgt weiß, wie oft Manger oder Politiker schon ihr Amt niederlegen mussten, weil ihnen grobe Fehler oder Korruption vorgeworfen wurden.

Der Prophet Hesekiel schreibt über die Verantwortlichen des Volkes Israel, als schon viele ins babylonische Exil verschleppt worden waren. Er wirft Fürsten, Priestern und Propheten vor, sie würden sich in erster Linie um ihr eigenes Wohlergehen kümmern. Er stellt fest, sie sollten sich eigentlich zum Wohle ihres Volkes einsetzen.

Viele der angesehenen und verantwortlichen Führer des Volkes waren in die Gefangenschaft verschleppt worden. Sie behielten ihre Ämter bei, doch haben sie als Gefangene wahrscheinlich nicht die gleichen Einkünfte gehabt wie früher. Vielleicht würden die Eroberer ihnen Schwierigkeiten machen, wenn sie versuchten Einfluss auf das Wohlergehen ihres eigenen Volkes zu nehmen. Vielleicht würden die Machthaber ihnen manche Privilegien entziehen.

Hesekiel beschreibt die Aufgaben eines Hirten. Er beklagt die Versäumnisse der Anführer seines Volkes: „Das Schwache stärkt ihr nicht und das Kranke heilt ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verirrte holt ihr nicht zurück und das Verlorene sucht ihr nicht; das Starke aber tretet ihr nieder mit Gewalt.“ (Hesekiel 34,4).

Der Prophet erklärt wie sich dieses Verhalten auf das Volk auswirkte: „Und meine Schafe sind zerstreut, weil sie keinen Hirten haben, und sind allen wilden Tieren zum Fraß geworden und zerstreut. Sie irren umher auf allen Bergen und auf allen hohen Hügeln und sind über das ganze Land zerstreut und niemand ist da, der nach ihnen fragt oder auf sie achtet.“ (Hesekiel 34,5+6)

Als Jesus umherzog, hat er die Situation seiner Zeitgenossen ähnlich eingeschätzt. Wir lesen: „Und als er das Volk sah, jammerte es ihn, denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben.“ (Matthäus 9,36).

Wie schon erwähnt kann sich Matthäus 11,28 auch auf Lasten beziehen, die die Anführer des damaligen Volkes den Menschen auferlegten. Die Formulierung der Bibelübersetzung ‚Die Gute Nachricht‘ ist sehr deutlich: „Ihr plagt euch mit den Geboten, die die Gesetzeslehrer euch auferlegt haben. Kommt alle zu mir, ich will euch die Last abnehmen.“

Jesus betont, dass er auch und gerade zu den Verlorenen gesandt ist. Er kümmert sich wirklich um die Menschen. Er sagt über sich: „Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ (Johannes 10,11).  Jesus hat sich bis aufs Äußerste für seine Herde eingesetzt. Das ist seine Art mit Menschen umzugehen.

Er sucht auch unser Bestes. Er lädt uns ein: Kommt zu mir! Ich will euch erquicken. Ich möchte euch etwas geben, was gut für euch ist!

Hier Johannes 10 Verse 11 bis 14 nachlesen.

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