Weil Jesus auch fremdländische Menschen zu sich ruft…

ohne Falsch w. d. Tauben

„Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägypten. Ich bin der Herr, euer Gott.“ (3.Mose 19,33+34).

Es gibt Menschen, mit denen wir uns nicht selbstverständlich emotional verbunden fühlen. Wenn solchen Menschen ein Unglück widerfährt regen wir uns weniger darüber auf, als wenn es um uns nahestehende Verwandte oder Freunde geht.

Wer selber mit Problemen und Schwierigkeiten zu kämpfen hat, hat nicht automatisch den Kopf dafür frei, um über Nöte anderer nachzudenken. Manchmal ist man einfach sich selbst der Nächste.

Wenn es um das Leid anderer geht, können wir uns viel leichter beruhigen. Vielleicht versuchen wir alles irgendwie zu erklären. Oder wir sagen uns nur: Das ist ja schlimm, aber gut, dass es mich nicht getroffen hat.

Ob wir so wollen oder nicht, wir sind nicht immer nur Zuschauer, wenn es anderen schlecht geht. Mag sein, manchmal tun wir auch selbst Dinge, die anderen zum Nachteil geraten.

In obigem Bibeltext werden wir aufgefordert, auch Fremde nicht schlecht zu behandeln. Wir sollen Fremdlinge nicht gezielt benachteiligen oder diskriminieren. Wir sollen nicht mit zweierlei Maß messen.

Ein Sprichwort besagt: „Was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinem andern zu.“ Das ist eine einfache Faustregel, um zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Was wir, wenn es uns selbst trifft, als Unrecht empfinden würden, sollen wir auch anderen nicht zumuten.

In den eingangs zitierten Bibelversen werden wird uns gesagt, wir sollen auch Menschen anderer Nationalität – die unter uns leben – lieben. Diese Anweisung wird durch eine qualitative Aufforderung ergänzt: Wir sollen den Fremden lieben wie uns selbst.

Ausländer zu lieben wie uns selbst, das bezieht sich auf die Art wie wir über ausländische Menschen reden. Das Lieben wie uns selbst hat Auswirkungen darauf, wie wir diese Menschen behandeln, wenn wir direkt mit ihnen zu tun haben.

Auf diesem Blog behandele ich einen Bibelvers in dem Jesus Mühselige und Beladene zu sich ruft. Doch Jesus vervollständigt seinen Ruf mit einem kleinen Wort: Alle. Im Luthertext heißt es so: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“

Jesus hat sich um viele Menschen gekümmert und ihnen geholfen. Er ging auf ihre Nöte ein. Unter diesen Leuten waren nicht nur gesellschaftliche Außenseiter, sondern auch Menschen, die von ihrer Abstammung her wohl keine Juden waren.

Später hat die christliche Gemeinde angefangen, auch Heiden zum Glauben an Jesus Christus einzuladen. Paulus legte Wert darauf, dass Jesusgläubige aus den Heiden nicht zuerst Juden werden mussten.

Im eingangs zitierten Vers lesen wir, wie wir Fremdlinge nicht behandeln sollen. Liebe beinhaltet auch anderen aktiv etwas Gutes zu tun.

 

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