Wenn Regeln nicht greifen, brauchen wir Weisheit

Lernt von mir

„Wenn aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden.“ Jakobus 1,5

Das Leben stellt vielerlei Herausforderungen an uns. Immer wieder gibt es Situationen, die wir als schwierig empfinden. Auch Christen bleiben Schwierigkeiten nicht erspart.

Man kann nicht das ganze Leben durch auswendig gelernte Regeln vorausplanen. Gezielte Handlungsanweisungen können hilfreich sein, doch manchmal klappt es trotzdem nicht.

Wer aus einem Blatt Papier einen Hut basteln will, muss das Blatt wie angegeben mehrmals falten. So weit so gut. Doch wenn das Blatt unterschiedliche Seitenlängen hat und vielleicht acht Ecken statt vier, dann muss man zuerst ein Rechteck oder ein Quadrat ausschneiden bevor man der Bastelanleitung folgen kann.

Das Leben ist vielschichtig. Es ist voller Überraschungen und manchmal reich an unvorhergesehenen Problemen. Wir fühlen uns gestresst, wenn wir neue Umstände nicht einordnen können, wenn wir nicht wissen wie wir uns am besten verhalten sollen.

Weisheit ist mehr als auswendiggelernte Regeln. Weisheit hat mit unserer Lebenseinstellung zu tun. Weisheit hat mit übergeordneten Werten zu tun.

Juden zur Zeit Jesu haben viele Gesetze und Regeln gelernt, und sich bemüht, diese zu befolgen. Dabei achteten sie auf viele Einzelheiten. Jesus kritisiert aber, dass sie sich in Details verloren und die eigentlichen Ziele der Gebote Gottes außer Acht ließen. Die folgenden Worte richtet er an Pharisäer und Schriftgelehrte: „Ihr verblendeten Führer, die ihr Mücken aussiebt und Kamele verschluckt!“ (Matthäus 23,24). Er sagt ihnen: „…ihr lasst das Wichtigste im Gesetz beiseite, nämlich das Recht, die Barmherzigkeit und den Glauben! …“ (Matthäus 23,23).

Die Bibelübersetzung ‚Die gute Nachricht‘ umschreibt in Matthäus 11,28 die Worte ‚mühselig und beladen‘. Dort lautet der Vers so: „Ihr plagt euch mit den Geboten, die die Gesetzeslehrer euch auferlegt haben. Kommt alle zu mir, ich will euch die Last abnehmen.“

Wir dürfen Gott um Weisheit bitten. Jesus möchte uns erquicken und uns Ruhe geben.

Manche innere Konflikte legen sich, wenn wir anfangen zu begreifen, worum es Gott eigentlich geht, wenn er uns Gebote gibt. Die Grundlage der Weisheit, die Gott uns schenkt, ist, dass wir uns über unsere Beziehung zu Gott und unserem Nächsten Gedanken machen müssen.

Wer nach Bastelanleitung einen Hut falten will, braucht zuerst ein rechteckiges oder quadratisches Papier. Sonst machen die Anweisungen nicht viel Sinn. Die Voraussetzungen müssen stimmen.

Bitterer Neid und Streit sind kein Bestandteil der Weisheit, die von Gott kommt. (Jakobus 3,13-16). „Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei.“ (Jakobus 3,17).

„Wenn aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden.“ Jakobus 1,5

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