Können naturverundenene Menschen leichter an Gott glauben?

Schwan auf Nest stehend

In vorangegangenen Beiträgen habe ich viel über Tiere und unsere Beziehung zu ihnen geschrieben. Ich habe erläutert, dass unsere Kultur sich durch den Siegeszug der Technik und der Hightech verändert hat. Vielleicht könnte es uns gut tun, wenn wir uns – zeitweise – auf eine Lebensweise besinnen, ähnlich wie die Menschen damals zur Zeit Jesu gelebt haben.

Nun habe ich das alles geschrieben und es stellt sich mir die Frage: Können naturverbundene Menschen leichter an Gott glauben?

  1. Früher waren Menschen naturverbundener als wir heute. Früher haben mehr Menschen an Gott geglaubt. Heute staunen wir darüber was der Mensch alles entwickeln und herstellen kann. Damals haben Menschen über Wunder der Schöpfung gestaunt.
  2. Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, wissen um Faktoren, die sie nicht beeinflussen können. Das Ergebnis ihrer Arbeit hängt vom Wetter ab. Zu viel Regen kann die Ernte genauso beeinträchtigen wie zu wenig Regen. Zuviel Sonne kann eine Dürre mit sich bringen. Zu wenig Sonne kann die Ergebnisse der Feldarbeit erheblich schmälern. Christliche Bauern feiern gerne Erntebittgottesdienste und das Erntedankfest. Bitte und Dank für die Ernte, das ist ihnen ein unmittelbares Anliegen.
  3. In der Bibel ist viel von natürlichen Gegebenheiten die Rede. – Freilich redet die Bibel von klimatischen und topographischen Bedingungen im Heiligen Land im nahen Osten. Es gibt Unterschiede zwischen der Natur in Europa und im nahen Osten. Z.B. gibt es in Europa keine Wüste. – Trotzdem kann ein naturverbundener Mensch mit Beschreibungen der Natur im damaligen Israel vermutlich mehr anfangen, als jemand, der sein ganzes Leben in Betonsiedlungen verbringt und nur selten etwas Grünes zu Gesicht bekommt.
  4. Es gibt naturverbundene Menschen und Forscher, die nicht an Gott glauben. Die Lehre, dass alles durch Zufall entstanden sei und dass der Mensch die Entstehung des Kosmos auch ohne Glauben an Gott erklären könne, hat bewirkt, dass heute weniger Menschen an Gott glauben.
  5. Obwohl Kirchen viele Aussagen der Wissenschaft über die Entstehung der Welt übernommen haben, halten sie dennoch am apostolischen Glaubensbekenntnis fest. Das Glaubensbekenntnis beginnt mit den Worten: „Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, Schöpfer des Himmels und der Erde.“ Kirchen reden von Gott als unserem Schöpfer und betonen, dass Gott unserem Leben Sinn gibt. Der Glaube an Gott als Schöpfer bietet eine Grundlage für ethische Werte. – Wer aber sagt, die Welt sei ausschließlich durch Zufall entstanden, muss erst nach Begründungen suchen, warum unser Leben sinnvoll und schützenswert ist.
  6. Zum Schluss meiner Ausführungen möchte ich noch auf ein Pauluswort verweisen. Er schreibt: „Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt…“ (Römer 1,20). Mit anderen Worten das Geschaffene, die Natur verweist auf den allmächtigen Gott. Wer mit gläubigem Herzen die Natur betrachtet, kann dabei etwas über Gott lernen.
  7. Naturverbundenheit allein sagt noch nichts darüber aus, wie sich jemand zu Gott stellt. Es bleibt die Entscheidung eines jeden Menschen, ob er an Gott glauben möchte oder nicht. Wer an Gott glauben will lässt sich damit auch auf Gottes Gebote ein. Wer an Gott glaubt akzeptiert damit die Lehre, dass wir Gott für unser Leben und Tun einmal Rechenschaft geben müssen.
  8. Naturverbundene Menschen sind sich der Grenzen, die die Natur uns immer noch gibt leichter bewusst, als andere. Vielleicht ist das für manche ein Grund an Gott zu glauben.

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