Was haben Tiere und Tierhaltung mit Matthäus 11 Verse 28 bis 30 zu tun?

„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ (Matthäus 11,28-30)

Diese Verse sind kein Gleichnis. Es gibt aber bildhafte Ausdrücke darin. Wer den Text gut verstehen will, sollte über beides nachdenken: die bildliche Rede und die Frage was damit gemeint ist.

In meinem letzten Beitrag habe ich den Text so dargestellt, als ginge es um einen damals alltäglichen Vorgang. Menschen arbeiteten zusammen mit ihren Tieren. Sie gewährten ihren Tieren eine Pause und Erfrischung. Dann mussten sie die Tiere motivieren für die weiteren anstehenden Aufgaben.

Diese Gedanken sind im obigen Text bestenfalls nur angedeutet. Man braucht Phantasie, um überhaupt auf den Gedanken meines letzten Beitrags zu kommen. Ich wollte aber das schwer beladene Tier aus Vers 28, und das Joch aus Vers 29 und 30 in Zusammenhang miteinander bringen.

Ich hatte das Wort ‚beladen‘ in Vers 28 schon in früheren Beiträgen auf ein Last- oder Arbeitstier bezogen. Deswegen hatte ich einige Texte über Esel und andere Tiere geschrieben.

Das griechische Wort für ‚beladen‘ kann sich auf ein Tier beziehen. Das deutsche Wort ‚beladen‘ kann sich auch auf ein Tier beziehen. Ein ‚Joch‘ ist im wörtlichen Sinne ein Werkzeug, um ein Tier einzuspannen, damit es einen Wagen oder einen Pflug zieht.

In meinem letzten Beitrag habe ich eine Zusammenschau der drei Bibelverse versucht. Ich wollte veranschaulichen, worum es in diesen Versen gehen könnte, wenn man die Verse auf Tiere bezieht.

Die Menschen damals hatten viel mit Arbeits- und Lasttieren zu tun. Sie könnten verstanden haben: Gott redet zu uns so ähnlich wie wir mit unseren Arbeits- und Lasttieren reden.

Oft ist in der Bibel von Gott als einem Hirten und von Menschen als Schafen die Rede. Die Beziehung eines Schafhirten zu seinen Schafen wird auf die Beziehung Gottes zu uns Menschen gedeutet.

Jesus hat oft in Gleichnissen zu den Menschen gesprochen. Freilich ist Matthäus 11,28 bis 30 kein Gleichnis. Meine bildlichen Gedanken sind aber (wenigstens) ansatzweise im Text vorhanden.

Bilder sind anschaulicher als theologische Abhandlungen. Beispiele und Illustrationen prägen sich manchmal leichter ein, als exakt formulierte Auslegungen.

Mein vorangegangener Beitrag ist mir wichtig. Ich habe darin vieles angedeutet, was mir zum Verständnis von Matthäus 11,28 bis 30 wesentlich erscheint.

Jesus ruft Mühselige und Beladene. Er sagt, er möchte sie erquicken. Dann verspricht er, sie könnten Ruhe und Erfüllung finden, indem sie von ihm lernen und für ihn da sind.

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