Einfühlsamer Umgang mit Mensch und Tier

Sozialkompetenz ist ein Argument, warum Eltern ihren Kindern ein Haustier kaufen. Das Kind kann das Zusammenleben mit einem Tier einüben. Idealerweise lernt es auch, das Tier mit Futter etc. zu versorgen.

Kinder und beispielsweise kleine Hunde können große Freunde werden. Kind und Hündchen akzeptieren sich gegenseitig als Spielkameraden. Sie lernen einander schätzen und lieben.

Das Kind beobachtet genau wie sein Haustier reagiert. Manche Reaktionen des Jungtiers lösen beim Kind Begeisterung und Freude aus. Der kleine Hund merkt sich auch mit welchem Verhalten er bei dem Kind Anerkennung und Zuneigung ausgelöst hat. Die Liebe des Kindes ist eine Belohnung, die das kleine Tier für sein Leben prägt.

So oder ähnlich könnte sich eine Beziehung zwischen einem Kind und einem Haustier entwickeln. Freilich können Erwachsene diese Entwicklung durch ihr Verhalten fördern oder auch hemmen.

Im Fernsehen habe ich manchmal Berichte gesehen, wie Tierpfleger junge Wildtiere, die sonst keine Überlebenschance hatten, aufgenommen und zunächst mit der Flasche großgezogen haben. Ich habe interessant gefunden, wie diese Pfleger mit ihren kleinen Tieren spielten. Die Pfleger bewegten sich und machten etwas und die Jungtiere bewegten sich und machten etwas unter gegenseitiger Rücksichtnahme und zum beiderseitigen Vergnügen.

Zum Beispiel sah ich wie ein Tierpfleger mit einem kleinen Elefanten spielte. Dabei stampfte der junge Elefant dem Pfleger manchmal auf den Fuß. Ich dachte, die Arbeit dieses Tierpflegers sei auch nicht jedermanns Ding. Der Pfleger konnte das Stampfen des Tieres aushalten und auffangen. Die spielerische Atmosphäre blieb ungetrübt. Ein Tier, das die Beziehung zu einem Pfleger schätzt wird auch im Rahmen seines Verständnisses Rücksicht auf wahrgenommene Gefühle des Pflegers nehmen.

Recht interessant habe ich einen Fernsehbericht über einen Falkner gefunden. Diese Tiere könnten auch dem Menschen mit ihrem Schnabel Verletzungen zufügen. Der Falkner versteht es, den Vogel auf seiner durch einen dicken Lederhandschuh geschützten Hand sitzen zu lassen. Manchmal füttert er den Vogel mit der anderen Hand. Manchmal lässt er den Vogel fliegen, um ihn dann mit einem Signal zurückzurufen. Der Falkner stellte fest, dass er den Vogel eigentlich zu nichts zwingen kann: „Der Vogel muss alles freiwillig machen.“

Zweifellos erfordert es Geschicklichkeit, mit Falken umzugehen. Der Falkner erzählte, mit Falken umzugehen sei früher eine Disziplin gewesen, die Prinzen bzw. junge Fürsten erlernen bzw. beherrschen mussten. Vielleicht hat man gedacht, dass mit großen Vögeln umzugehen eine gute Vorübung ist, um Menschen führen zu können.

Sozialkompetenz erwerben bedeutet, dass man ein Gefühl für ein Gegenüber entwickelt, sei es Mensch oder Tier. Man lernt Reaktionen des anderen zu verstehen und einzuordnen. Das ermöglicht selbst angemessen auf das Verhalten eines Gegenübers zu reagieren.

Wie schon erwähnt konnten Zeitgenossen Jesu mit Ochsen, Eseln und anderen Tieren umgehen. Ich versuche nachzuspüren wie die Menschen mit ihren Nutztieren umgehen mussten, damit sie willig auf sich reiten oder sich in ein Joch einspannen ließen.

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