„Siehe, dein König kommt, reitend auf einem Eselsfüllen!“

Als Jesus auf einem Eselsfüllen ritt und nach Jerusalem einzog, beachteten viele Menschen genau was geschah. In unserer Kultur werden für besondere Gäste etwa rote Teppiche ausgerollt. Damals breiteten viele Menschen Kleidungsstücke auf dem Boden aus wo Jesus hin ritt. Sie rissen auch Zweige von Bäumen ab und streuten sie auf den Weg.

Vielleicht hat sich das junge Reittier über diese zusätzlichen Fressmöglichkeiten auf dem Weg gefreut. Doch die Menschen jubelten nicht dem Eselskind zu. Ihre Aufmerksamkeit galt dem, der auf dem Tier saß.

Das jährliche Passahfest stand kurz bevor. Viele Menschen waren deshalb nach Jerusalem gekommen. Das Fest war ein Anlass, um Gott zu loben. Gottes Wege mit seinem Volk beim Auszug aus Ägypten waren das Thema des Passahfestes.

Beim Evangelisten Lukas lesen wir, dass viele Anhänger Jesu Gott lobten. Ihr Lob bezog sich aber nicht auf die vergangene Geschichte des Gottesvolks. „Und als er schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten.“ (Lukas 19,37). Sie priesen Gott für sein Handeln durch Jesus.

Aus dem Johannesevangelium erfahren wir, dass die kurz zuvor im nahegelegenen Bethanien geschehe Auferweckung des Lazarus von den Toten viel Aufsehen erregt hatte. Deswegen sei auch eine große Menge Jesus entgegengelaufen, als er nach Jerusalem einzog.

Das Gotteslob mischte sich mit Erwartungen und Hoffnungen. Der Ausruf ‚Hosianna‘ ist ein Gebet um Gottes Hilfe.

Viele glaubten, dass Jesus von Gott gesandt war. Vermutlich wussten auch viele, dass Josef und Maria, die Eltern Jesu, beide Nachkommen des großen König David waren.

„Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!“ (Matthäus 21,9b). – „Gelobt sei das Reich unseres Vaters David, das da kommt! Hosianna in der Höhe!“ (Markus 11,10). – „Gelobt sei der da kommt, der König in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!“ (Lukas 19,38). – „Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel!“ (Johannes 12,13b).

Johannes erwähnt, dass die Jünger Jesu dieses Ereignis später mit einer Prophezeiung im Alten Testament in Verbindung brachten. Dort steht: „Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.“ (Wiedergabe von Sacharja 9,9 in Johannes 12,14).

In der Geschichte vom Einzug Jesu in Jerusalem kommt ein Esel vor und es ist von Jesus als König die Rede. Beides klingt für mich auch in Matthäus 11,28-30 an.

In den Versen 29 und 30 ist vom Joch Jesu die Rede. Ein Joch ist ursprünglich: „Der Holzbalken oder Rahmen, mit dem zwei Tiere vor den Pflug oder Wagen zusammengespannt werden.“ (Lexikon zur Bibel). Im übertragenen Sinn stand der Begriff schon immer für die Herrschaft z.B. eines Königs oder eines Eroberers.

Offensichtlich wurden auch Esel in ein Joch gespannt. (Vergleiche 5.Mose 22,10). Ich kann also auch zur Behandlung von den Versen 29 und 30 über Esel nachdenken.

Gedanken zu Jesus als König habe ich in meinem Beitrag  Wer ist Jesus (Teil 2) niedergeschrieben. In diesem Zusammenhang verweise ich gerne auch nochmals auf meinen Beitrag Menschliche Erwartungen und Gottes Versprechen

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