Über schwer beladene Esel nachdenken

Matthäus 11,28

Wir haben festgestellt, dass das Wort ‚schwer beladen‘ sich auf ein Tier beziehen kann, das man einsetzte, um Lasten zu tragen und zu transportieren. Ein gängiges Lasttier in der biblischen Zeit war der Esel. Wir kennen den Esel z.B. aus vielen bildlichen Darstellungen der Weihnachtsgeschichte. Die schwangere Maria sitzt auf einem Esel und Josef läuft nebenher und führt den Esel. Josef und Maria mussten wegen einer Volkszählung von Nazareth nach Bethlehem reisen.

Freilich kann man Matthäus 11,28 auch gut erklären, wenn man an Menschen denkt, die Lasten tragen. Wir tragen beim Wandern vielleicht einen schweren Rucksack und sind froh, wenn wir eine Vesperpause gemacht haben und der Rucksack dann nicht mehr so schwer ist.

Warum schreibe ich nicht unmittelbar über Dinge, die uns belasten können? Um mit psychischen Belastungen fertigzuwerden, kann es helfen, zuerst ein bisschen Abstand zu gewinnen. Warum nicht einmal über Lastesel nachdenken?

In unserer Zeit werden Tiere auch für pädagogische und therapeutische Zwecke eingesetzt. Für Kinder ist es ein Erlebnis, Tiere zu sehen, sie mit den Händen abzutasten oder auf ihnen zu sitzen. Auch ein Tier als Gegenüber kann uns helfen, unsere eigenen Gefühle besser wahrzunehmen.

Viele können sich entspannen und Abstand gewinnen, wenn sie ein packendes Buch lesen oder einen Film anschauen. Bücher und Filme, die von Tieren handeln sind auch beliebt. Geschichten über das Leben zeigen Freud und Leid. Manches erinnert uns an Dinge, die wir auch erleben oder vielleicht gerne erleben würden. Wir entwickeln Sympathien für Charaktere in Buch oder Film.

Es hilft uns, wenn wir Abstand zu unseren Problemen gewinnen. Andererseits können wir manchmal nicht genau sagen, woher eine depressive Stimmung kommt. Manchmal können wir nicht benennen, was uns bedrückt. Zu erleben wie andere Menschen oder Tiere empfinden, kann uns helfen, unsere eigenen Gefühle besser einzuordnen.

Ich werde hier das Wort ‚beladen‘ also einmal so auslegen wie es sich auf Lasttiere beziehen kann. Soeben habe ich mich darüber ausgelassen, ob es hilfreich sein kann, Probleme nicht gleich direkt zu benennen, sondern nur indirekt.

Bei der Auslegung von Matthäus 11,28 kann es nicht nur um Dinge gehen, die uns belasten. Der ganze Vers ist eine Einladung, zu Jesus Christus zu kommen und ihm zu vertrauen.

Wer an Jesus Christus glaubt und die Bibel ernst nimmt, kann viele hilfreiche Wahrheiten entdecken. Das ist ein wesentliches Argument für den christlichen Glauben.

Jesus möchte uns Dinge lehren, die uns persönlich weiterhelfen. Seine Lehre bezieht sich auf unsere Gedanken, unsere Beziehungen und unsere persönliche Lebensführung. Er sagt, kommt zu mir und lernt von mir, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.

Wenn wir an Jesus Christus glauben, verschwinden unsere Probleme nicht automatisch. Wir lernen aber anders damit umzugehen.

Kann man die Worte Jesu besser verstehen, wenn man über Esel nachdenkt? Wir werden sehen.

 

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