Etwas über Schuldgefühle, Schuld und Sünde

Himmel+Ps25,13

Obigen Psalmvers möchte ich als Aufhänger benutzen, um ein paar Gedanken über Schuld und Schuldgefühle mit Euch zu teilen. Zuerst  etwas über das Foto als solches.

Eigentlich wollte ich einen Vogel fotografieren. Weil ich nicht genau wusste wie der Vogel sich bewegt, habe ich meinen Auslöser betätigt, ohne dabei auf das Display zu schauen. Auf einigen dieser Fotos konnte ich nachher keinen Vogel entdecken, sondern nur den blauen Himmel.

Wir blicken auf zu Gott, ähnlich wie ich mit meiner Kamera zum Himmel geschaut habe. Wenn wir uns an Gott wenden, mögen wir feststellen, dass wir irgendwie keinen freien Zugang zu Gott haben. Die Bibel lehrt uns, dass unsere Sünden uns von Gott trennen.

Andererseits gibt es auch Situationen im Leben da wir mit Leid oder Enttäuschungen fertig werden müssen. Unser Schmerz kann sich auch mit Selbstvorwürfen mischen. Oder es kommt uns der Gedanke: vielleicht bestraft uns Gott wegen unserer Sünden.

Psychologen haben die moralische Entwicklung des Menschen untersucht. Kinder lernen, etwas was eine Strafe zur Folge hat, als etwas Böses anzusehen. Ansonsten machen kleine Kinder sich nicht viele Vorstellungen über Gut und Böse.

Das könnte auch ein Grund dafür sein, warum wir leicht Schuldgefühle entwickeln, wenn es uns schlecht geht. Wahrscheinlich haben wir etwas Böses getan, und wir werden dafür bestraft.

Dabei beschäftigen wir uns aber mit unseren Problemen und mit unseren Schuldgefühlen. Die Frage, ob wir anderen Menschen durch unser Verhalten geschadet haben, steht auf einem anderen Blatt.

Jesus lädt uns ein, mit unseren Schuldgefühlen und unserem Sündenbewusstsein zu ihm zu kommen: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“ (Matthäus 11,28-29).

Jesus geht es nicht nur darum, dass wir bei ihm loswerden können, was uns belastet. Er möchte auch, dass wir von ihm lernen. Er möchte uns helfen, über unser Verhalten nachzudenken. Er möchte uns einen Blick dafür schenken, was wir bewirken, unabhängig von den Gefühlen, die wir dabei haben.

Gott hat uns in den zehn Geboten und im Doppelgebot der Liebe klare Regeln gegeben. Wenn wir in der Bibel lesen und beten, können wir lernen, diese Gebote auf unser Denken, Reden und Handeln zu beziehen. Wir bekommen objektivere Maßstäbe über Schuld und Sünde in unserem Leben.

Dann dürfen wir Gott um Vergebung bitten. Jesus hat am Kreuz die Strafe, die wir verdient hätten, auf sich genommen. Gott ist bereit, uns zu vergeben. Eine erneuerte Beziehung zu Gott kann sich auch auf alle anderen Bereiche unseres Lebens auswirken.

6 Gedanken zu „Etwas über Schuldgefühle, Schuld und Sünde

  1. Pingback: Auf Gott hören und mit einem Gebet antworten | christenfindenruhe

  2. …ich kenne keine Bibelstell in der Jesus über irgend jemanden eine Strafe verhängt.
    Jedoch kenne ich die Bibelstelle wo Jesus sagt: Geh hin und sündige nicht mehr!
    Da ist ein großer Unterschied …. Gott ist kein strafender Gott.
    So sehe ich das.
    Segen!
    M.M.

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  3. Danke für diesen beherzten Kommentar.
    Mir fällt dazu gerade noch eine andere Bibelstelle ein:
    Jesus sagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ (Johannes 6,37b).
    Wer sich vertrauensvoll an Jesus wendet, den wird er aufnehmen.

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