Mühselig und schwer beladen…

Jesus ruft Menschen, die ‚mühselig und beladen‘ sind. Das Wort ‚beladen‘ kann sich auf ein Lasttier beziehen. Ich denke z.B. an ein Tier, das mit Reisegepäck beladen wurde, und das man auf einer Reise mit sich führte. Neben Gepäckstücken konnten auch müde gewordene Familienangehörige auf dem Rücken eines solchen Tieres Platz nehmen.

Wenn wir auf Reisen gehen packen wir unsere Sachen in einen Koffer. Wir nehmen einen Koffer mit Rollen, damit wir ihn nicht tragen müssen. Wir laden den Koffer in ein Auto oder in einen Zug.

Ein Auto hat bestimmte ‚Bedürfnisse‘. Es braucht z.B. Benzin, Öl und Kühlwasser. Man kann das Auto auch eine Zeit lang abstellen. Der Vorteil ist, wenn man das Auto für längere Zeit irgendwo parkt, bleibt das Benzin einfach im Tank. Wenn das Auto ein paar Tage lang steht muss man nicht jeden Tag neues Benzin in den Tank gießen.

Darf ich Euch ein Geheimnis verraten? Zu biblischen Zeiten gab es keine Autos. Übrigens hatten die Menschen damals auch keine Krane, Bagger oder Lastkraftwagen zur Verfügung.

Menschen hatten es verstanden, sich Tiere zu halten. Manche Tiere eigneten sich als Gehilfen, um bestimmte Arbeiten zu verrichten oder Lasten zu tragen.

Wir heute sind es gewohnt mit Autos und Maschinen umzugehen, die aufgrund von menschlichen Erfindungen hergestellt wurden. Wir brauchen Kenntnisse und Fertigkeiten um   Kraftfahrzeuge und elektrische Geräte benutzen zu können. Auch Tiere zu halten und sie für bestimmte Aufgaben einzusetzen erfordert entsprechendes Geschick.

Tiere sind dem Menschen in vieler Hinsicht ähnlich. Tiere sind lebendige Wesen, während Maschinen tote Materie sind.

Sowohl Tier als auch Mensch brauchen regelmäßig Nahrung und Flüssigkeit. Tier und Mensch werden müde und sie brauchen Schlaf.

Im Gegensatz zu Robotern haben Tiere Gefühle. Wenn ein Tier sich unverstanden oder falsch behandelt fühlt, kann es dem Menschen seine Dienste verweigern.

Im neutestamentlichen Palästina hatten viele Menschen Ochsen oder Esel. (Vergleiche Lukas 13,15). Sie wussten aus täglicher Erfahrung wie man mit Tieren umgeht. Sie liebten ihre Tiere. Sie gehörten zusammen.

Wer ein Tier für Arbeiten oder zum Tragen von Lasten einsetzen wollte, musste ein Gespür dafür haben, wann das Tier eine Pause und eine Erfrischung brauchte. Menschen fühlten und empfanden mit ihren Tieren.

An vielen Stellen in der Bibel ist von Menschen als von Schafen und von Gott als einem Hirten die Rede. Gott würde sich ähnlich um Menschen kümmern wie ein Hirte sich um Schafe kümmert.

In Matthäus 11,28 ist nicht ausdrücklich von Tieren die Rede. Doch Jesus ruft Menschen, die wie Lasttiere schwer beladen sind. Er sagt: „Kommt zu mir, … ich will euch erquicken.“

Lasttiere benötigten Nahrung, Wasser und Ruhepausen. Jesus weiß was wir brauchen. Er ruft uns zu sich. Er möchte uns etwas Gutes tun.

2 Gedanken zu „Mühselig und schwer beladen…

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