Wenn Gott „arbeitet“… – und worin wir Ihn uns zum Vorbild nehmen sollen

In der deutschen Sprache hört es sich seltsam an, wenn man sagt: Gott arbeitet. In der englischen Sprache jedoch kann man für Arbeiten, Wirken oder Werke jeweils den selben Wortstamm verwenden: ‚work‘.

Nach einigen Texten über das Thema Arbeit kam mir die Idee diesen Beitrag noch hinzuzufügen. Um des Zusammenhangs willen gebrauche ich in meiner Überschrift das Wort ‚arbeiten‘, anstatt einfach dem üblichen Wortgebrauch entsprechend von Gottes Werken zu reden.

Seither habe ich das Wort ‚mühselig‘ ausgelegt, wenn ich über Arbeit geschrieben habe. Ich möchte nun nicht Gott selbst als mühselig und beladen darstellen. Freilich könnte man auch darlegen, dass wir Gott Mühe machen mit unseren Sünden.

Wenn wir die Bibel ganz vorne aufschlagen, lesen wir: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ (1.Mose 1,1). Im dritten Vers wie in weiteren Versen danach heißt es jeweils nur ‚Gott sprach: Es werde… und es ward‘.

Ich möchte unser Augenmerk kurz auf den ersten Schöpfungstag richten. „Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.“ Hier lesen wir, dass Gott den Rhythmus von Tag und Nacht absichtlich geschaffen hat. (1.Mose 1,3-5).

Gott schuf auch ein ‚großes Licht für den Tag‘ und ‚ein kleines Licht für die Nacht‘. So kann man Tag und Nacht leicht unterscheiden. (1. Mose 1,14-19).

Später in Vers 31 lesen wir: „Und Gott sah an alles was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ Gott war zufrieden mit seinen Werken. Er hatte die Befriedigung, dass was er gemacht hatte gut war.

Doch nirgends in der Bibel lesen wir, dass unsere Arbeiten deswegen immer perfekt sein müssten, weil Gott mit seinem Schöpfungswerk zufrieden war. Nein, nicht darin sollen wir uns Gott zum Vorbild nehmen. Jedenfalls wird es nicht mit der Schöpfungsgeschichte begründet, wenn wir in der Bibel aufgefordert werden, unsere Arbeit gut zu machen.

Was geschah aber am siebten Schöpfungstag? Gott ruhte von allen seinen Werken. Dieser Ruhetag war für Gott ein wichtiger Tag.

Später, als Mose am Berg Sinai die zehn Gebote empfing war ein Gebot dabei, das auf den siebten Schöpfungstag Bezug nimmt: „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.“ (2. Mose 20,8-10).

Darin sollen wir uns Gott zum Vorbild nehmen. Gott ruhte am siebenten Tage. Wir sollen uns auch Ruhezeiten gönnen.

Ein Gedanke zu „Wenn Gott „arbeitet“… – und worin wir Ihn uns zum Vorbild nehmen sollen

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