Arbeiten, um zu leben

„Arbeit war dein ganzes Leben“ so erinnere ich mich auf einem Grabstein gelesen zu haben. Was Menschen als Nachruf für ihre Verstorbenen in einer Todesanzeige oder auf einem Grabstein formulieren, sind gewichtige Worte.

Wie hat wohl ein Mensch gelebt, dem man diese Worte auf den Grabstein schreiben kann? Was veranlasst uns zu arbeiten?

Wir Menschen haben grundlegende Bedürfnisse. Wir brauchen etwas zu Essen und zu Trinken. Während wir notfalls ein paar Wochen ohne Speisen auskommen können, müssen wir schon nach mehreren Tagen mit ernsthaften Problemen rechnen, wenn wir nichts Flüssiges in unseren Körper aufnehmen. Die Menschheit hat vielfältige Methoden entwickelt, um sich selber mit der notwendigen Nahrung versorgen zu können.

Durch Kleidung können wir uns vor Witterungseinflüssen und vor Verletzungen schützen. Um zu Nächtigen und um Gegenstände aufzubewahren brauchen wir einen sicheren Ort: ein Obdach.

In unserer zivilisierten Gesellschaft kümmert sich nicht jeder, der arbeitet unmittelbar um diese elementaren Anliegen. Arbeit richtet sich auf die Herstellung zahlreicher Produkte und das Erbringen von Dienstleistungen. Arbeit wird durch Geld entlohnt. Jeder kann sich wiederum mit dem Zahlungsmittel kaufen was er braucht oder begehrt.

Wir sind nicht nur auf uns alleine gestellt. Wir leben unter Mitmenschen oder auch Konkurrenten. Wir arbeiten, um Anerkennung und Wertschätzung von anderen zu gewinnen. Ein Kleinunternehmer möchte Aufmerksamkeit für sein Produkt gewinnen und hofft, dass viele bei ihm einkaufen. Eine Ehefrau und Mutter gibt sich beim Kochen größte Mühe um Ihren Gatten zu erfreuen und damit ihre Kinder gesund und kräftig heranwachsen.

Wir haben Vorstellungen, was wir erreichen möchten. Wir haben Ziele und investieren Zeit und Kraft.

Wir haben Maßstäbe verinnerlicht, die wir an unsere eigene Arbeit stellen. Es geht uns nicht nur darum, was andere unmittelbar von uns erwarten. Wir möchten qualitativ so arbeiten wie wir es gelernt haben, damit wir mit unserer eigenen Leistung zufrieden sein können.

Um unsere Ziele zu erreichen und die notwendige Arbeit zu bewältigen müssen wir manchmal viel mehr Zeit einsetzen, als geplant. Wer in einem abhängigen Arbeitsverhältnis steht, muss Überstunden machen. Mancher Selbstständige arbeitet bis weit über den Feierabend hinaus.

Jesus lädt uns ein, die wir arbeiten und uns abmühen. „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch Ruhe geben.“ (Matthäus 11,28 Zürcher Übersetzung). Er ruft uns auf, einmal innezuhalten. Vieles was passieren kann, liegt nicht in unserer Hand. Wir dürfen uns auf Gott besinnen und uns ihm anbefehlen.

Jesus sagt: „ Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge auch nur eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt?“ (Matthäus 6,26+27).

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