Menschliches Wissen und Glaube an Jesus

„Zu der Zeit fing Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du dies den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart.“ (Matthäus 11,25)

In den Versen zuvor hat Jesus beklagt, dass er in verschiedenen Ortschaften Galiläas in gewissem Sinn vergeblich gewirkt hat. Menschen haben sich nicht Gott zugewandt wie er es sich gewünscht hätte. Nun erkennt er darin einen Plan Gottes. Er beschreibt, die die ihn nicht aufgenommen haben als Weise und Kluge. Solche, die aufgrund seines Wirkens Gott begegneten, vergleicht er mit unmündigen Kindern.

Die Worte, die wir für ‚Weise‘ und ‚Kluge‘ im griechischen Grundtext finden sind allgemeine Ausdrücke. Sie haben für sich genommen keine negative Bedeutung im Sinne von eingebildet oder überheblich. Jesus achtet unsere menschlichen Kenntnisse und unseren Verstand. Er sieht, wenn wir besonnen, überlegt und vorsichtig sind.

Wir mögen in vielen Dingen klug und scharfsinnig sein. Menschen haben allerlei praktische Fertigkeiten. Doch unser menschlicher Verstand hat Grenzen. Menschliches Wissen lässt sich in unterschiedliche Bereiche gliedern. Wer etwas gelernt hat entwickelt ein Gefühl dafür, was er nicht gelernt hat oder nicht weiß.

Ein Wissenschaftler, der sich mit Details des menschlichen Erbguts beschäftigt, mag was Sterne und Weltall betrifft nicht viel mehr als überdurchschnittliche Allgemeinbildung an den Tag legen. Wer genau weiß, was man braucht, um ein funktionierendes Auto zu bauen, könnte deswegen nicht selbstverständlich auch einen Computer herstellen.

Menschen versuchen zu erklären woher die Welt, der Kosmos und das Leben kommen. Es gibt Dinge, die wir in unserer Welt und mit unseren Mitteln beobachten können. Solche Beobachtungen kann man heranziehen, um mögliche Vorgänge bei der Entstehung der Dinge zu beleuchten. Wissenschaftler können vieles experimentell nachstellen und beweisen. Doch wir können nicht überprüfen ob unsere Erklärungen für die Entstehung der Welt tatsächlich ausreichen. Wir können keinen „Laborversuch“ in die Wege leiten, um die Welt nochmals entstehen zu lassen.

Menschen versuchen anhand von logischen Gedankengängen, zu beweisen, dass es Gott gibt oder nicht gibt. Doch es sind nur menschliche Schlussfolgerungen. Gott, der Schöpfer und Ursprung aller Dinge übersteigt unser Vorstellungsvermögen.

Menschen mögen die Bibel und Gottes Gebote studieren. Als Jesus auf der Erde lebte, haben Schriftgelehrte Jesus nicht als Boten Gottes oder gar als Gottes Sohn erkannt. Menschen haben sich nicht von ganzem Herzen Gott zugewandt, obwohl sie Zeichen und Wunder miterlebten.

„Jesus rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.“ (Matthäus 18,2-3).

Wir sollen ehrlich sein und menschliche Grenzen anerkennen. Jesus lädt uns ein, zu ihm zu kommen. Er möchte, dass wir ihm gegenüber unkompliziert werden und ihm vertrauen. Er will uns Ruhe schenken. Er hat Segnungen für uns bereit, die nur er uns geben kann. (vgl. Matthäus 11,28-29).

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