Wunder – und was Jesus sich von Menschen wünscht

Jesus Christus spricht: „Kommt her zu mir, …“ (Matthäus 11,28).

Manch einer, der nach Jesus gefragt wird, erinnert sich daran, dass Jesus viele Wunder getan hat.  Jesus hat vielen Menschen auf wunderbare Weise geholfen. In aussichtslos erscheinenden Situationen hat Jesus eingegriffen.

Doch wie reagieren Menschen darauf, wenn es ihnen plötzlich (wieder) gut geht? „Es steht mir wohl zu, dass ich wieder gesund bin.“ – „Anscheinend bin ich doch ein guter Mensch.“ –„Unkraut vergeht nicht.“ – „Es ist eben mein Schicksal, dass es mir gut geht.“

Wenige Verse bevor Matthäus den Heilandsruf in Matthäus 11,28-30 wiedergibt, lesen wir etwas über Jesu Erwartungen an Menschen, die seine Wunder miterlebt hatten:

„Da fing er an, die Städte zu schelten, in denen die meisten seiner Taten geschehen waren; denn sie hatten nicht Buße getan. Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Betsaida! Wären solche Taten in Tyrus und Sidon geschehen, wie sie bei euch geschehen sind, sie hätten längst in Sack und Asche Buße getan. Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Sidon erträglicher gehen am Tage des Gerichts als euch.“ (Matthäus 11,20-22).

Wir wissen aus den Evangelien so gut wie nichts über die Wunder, die Jesus in Chorazin und Betsaida getan hatte. Aus dem Neuen Testament erfahren wir nichts über Reaktionen von Menschen in diesen Ortschaften. Das einzige was wir erfahren ist: „denn sie hatten nicht Buße getan.“

Das Wort Buße kommt in unserem Sprachgebrauch selten vor. Ein katholischer Priester gibt jemandem, der bei ihm gebeichtet hat möglicherweise eine Bußaufgabe. Die Polizei verhängt möglicherweise eine Geldbuße, wenn jemand zu schnell gefahren ist oder falsch geparkt hat. Doch was ist in diesem Bibelvers mit Buße gemeint?

Im Deutschen verbinden wir mit Buße eine Verhaltensänderung. Das griechische Wort, das im neutestamentlichen Grundtext hier steht, bezieht sich aber zunächst auf unser Denken. Es beinhaltet Nachdenken, Neudenken und Umdenken. Es kann sich auf eine Gesinnungsänderung aufgrund der Stimme unseres Gewissens beziehen.

Was hätte sich Jesus wohl von den Menschen in Chorazin und Betsaida gewünscht, unter denen er viele Wunder gewirkt hatte? Wenn ein Mensch gesund wurde, hätten sie über die Güte Gottes nachdenken und staunen können: Gott ist gut, er meint es gut mit uns. Wir sind Gottes Geschöpfe und wir haben Gott nichts zu bringen. Wir sind Sünder, wir haben nichts, womit wir uns vor Gott rühmen könnten. Gott ist hier und er tut uns Gutes. Uns bleibt nur uns vor Gott zu demütigen,  ihn zu ehren und anzubeten.

In einem Dorf in Galiläa hatte Jesus zehn Aussätzige geheilt und sie zu den Priestern geschickt. Einer von diesen zehn kam zurück „und pries Gott mit lauter Stimme und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm.“ Jesus stellte fest, dass Zehn gesund geworden waren, aber nur der eine – nicht einmal ein reinrassiger Volksgenosse – war zurückgekommen, um Gott die Ehre zu geben. (Lukas 17,11-19).

Jesus möchte, dass wir Gott ehren, für alles Gute, was er uns zu Teil werden lässt. Aus einem dankbaren Herzen entsteht Vertrauen. Gottes Güte kann uns anregen, umzudenken und unseren Lebenswandel zu überdenken. Jesus ruft: „Kommt zu mir, … ich will euch Ruhe geben.“

2 Gedanken zu „Wunder – und was Jesus sich von Menschen wünscht

  1. Danke für das schöne Video und das schöne Lied. Das Lied gefällt mir auch sehr gut. Ich habe es seither nur in deutscher Übersetzung gekannt. Wirklich ein netter Gruß. Danke für Ihr Interesse an meinem Blog.
    Herzlich,
    Christenfindenruhe

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