Ewas über Jesu Einstellung zu uns Menschen

Christus spricht: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ (Matthäus 11,28-30).

Jesus lädt uns ein, bei ihm Ruhe zu finden. Er möchte uns erquicken. Bei ihm kann man neue Kraft tanken.

Doch wie geht das konkret? Es kann jedenfalls helfen, wenn wir über unsere Einstellung zu uns selbst und über unseren Lebenswandel nachdenken. Wir können das Angebot Jesu leichter ermessen, wenn wir uns damit beschäftigen, wer Jesus wirklich ist. Es kann auch angebracht sein, unsere eigenen Erwartungen an Jesus zu reflektieren und diese gegebenenfalls zu revidieren. Vertrauen entsteht, wenn wir uns klar darüber werden, mit wem wir es zu tun haben, und wie sich dieser Kontakt auf unser Leben auswirken kann.

Jesus beschreibt sich selbst als sanftmütig und von Herzen demütig. Auch aus anderen Bibelstellen können wir etwas über die Einstellung Jesu zu uns Menschen lernen.

Im Markusevangelium lesen wir: „Und sie fuhren mit dem Schiff abseits an einen öden Ort. Und man sah sie wegfahren, und viele merkten es; und sie liefen zu Fuß aus allen Städten dort zusammen und kamen ihnen zuvor. Und als er ausstieg, sah er viel Volk, und er fühlte Erbarmen mit ihnen, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben, und er fing an, sie vieles zu lehren.“ (Markus 6,32-34 nach der Zürcher Übersetzung).

Jesus wollte mit seinen Jüngern an einen einsamen Ort fahren, damit die Jünger ausruhen könnten und Zeit fänden, etwas zu essen. Doch die Menschen merkten, wo sie mit ihrem Boot hinfahren wollten, und sie nahmen den Landweg. Als das Boot anlegte, wurden Jesus und seine Jünger von einer großen Menschenmenge erwartet.

Jesus hatte Mitleid mit ihnen. Er merkte was er diesen Mitmenschen geben konnte. Ein Hirte weiß, was er gerne für seine Schafe tun möchte und wie das den Schafen guttut. Jesus begann die Menschen vieles zu lehren.

Es gibt allgemeine Lebensweisheiten, die Menschen helfen können, ihren Umständen entsprechend gut durchs Leben zu kommen. Es gibt Wahrheiten, die in Glaubensangelegenheiten vor Krankmachern bewahren können.

Schon früh haben Menschen Schafe als Herden gehalten. Abraham hatte viele Herden. Umgekehrt scheinen Schafe sich schon früh an menschliche Fürsorge gewöhnt zu haben.

In Matthäus 9,36 lesen wir auch vom Mitleid Jesu mit Menschen. Auch hier vergleicht er Menschen mit Schafen, die keinen Hirten haben. Doch die Schafe werden genauer beschrieben. In der Zürcher Übersetzung heißt es: „denn sie waren abgequält und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben.“ In anderen Übersetzungen heißt es verschmachtet und zerstreut, ermattet und vernachlässigt, oder abgehetzt und verwahrlost.

Schafe, die auf sich alleine gestellt sind laufen vielleicht irgendwo hin. Irgendwann fühlen sie sich alleine, unter Umständen finden sie kein Futter und kein stilles Wasser, das sie trinken können. Wenn sie sich hilflos fühlen können sie in Panik geraten. Flucht vor natürlichen Feinden kann anstrengend sein. Ein Hirte würde sie auf vielfältige Weise pflegen.

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