„Bist du der, auf den wir warten sollen?“

Christus spricht:“Kommt her zu mir…“ (Matthäus 11,28)

Johannes der Täufer war ein Zeitgenosse Jesu. Er dürfte ein paar Monate älter gewesen sein als Jesus. Er rief Menschen zur Umkehr. Er taufte im Jordan und er bezeugte, dass nach ihm einer kommt, der auch von Gott gesandt ist „und ich bin nicht wert, dass ich seine Schuhriemen löse.“ Er taufte auch Jesus und er sagte: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt.“ (Johannes 1,29).

Johannes hatte den König Herodes öffentlich kritisiert, weil er mit der Frau seines Bruders Philippus lebte. Deshalb hatte Herodes ihn gefangen nehmen lassen. (Matthäus 14,3).

Als Johannes im Gefängnis war hörte er Berichte über Taten und Wunder Jesu. Deshalb sandte er zwei seiner Jünger zu Jesus und ließ fragen: „Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?“

Jesus gab eine einfache Antwort. Die Boten sollten Johannes berichten, was sie hörten und sahen: „Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt“ (Matthäus 11,5).

Beim Propheten Jesaja lesen wir Verheißungen über das Heilshandeln Gottes und über den Knecht Gottes: „Siehe, das ist mein Knecht – ich halte ihn – und mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat… Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. …Ich, der Herr habe dich gerufen … dass du die Augen der Blinden öffnen sollst…“ (Jesaja 42, 1-7).

„Zu der Zeit werden die Tauben hören die Worte des Buches, und die Augen der Blinden werden aus Dunkel und Finsternis sehen; und die Elenden werden wieder Freude haben am Herrn, und die Ärmsten unter den Menschen werden fröhlich sein in dem Heiligen Israels.“ (Jesaja 29,18-19).

„Stärkt die müden Hände und macht fest die wankenden Knie! Sagt den verzagten Herzen ‚Seid getrost…‘ Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden. Dann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und die Zunge der Stummen wird frohlocken…“ (Jesaja 35,3-6).

Der Evangelist Lukas berichtet wie Jesus in der Synagoge in Nazareth einen Text aus dem Propheten Jesaja las. Auch in diesem Text klingen Gedanken der Botschaft Jesu an Johannes den Täufer an. „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen; zu verkündigen ein gnädiges Jahr des Herrn…“ (Jesaja 61,1-2 bzw. Lukas 4,18-19). In Nazareth hatte Jesus diese Worte verlesen und gesagt: „Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren.“ (Lukas 14,21).

Im selben Kapitel in dem Matthäus von der Frage des Johannes und der Antwort Jesu berichtet, finden wir eine Zusammenfassung Jesu über seinen Auftrag: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28).

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