Zu Jesus kommen (Teil 2)

Christus spricht: “Kommt her zu mir….“ (Matthäus 11,28)

In den Evangelien lesen wir, daß Jesus als er auf der Erde lebte, von Menschen umgeben war.

Einige gingen direkt auf Jesus zu und sprachen ihn an. Sie hatten unterschiedliche Gründe, warum sie ein Gespräch oder eine persönliche Begegnung mit Jesus suchten.

Manche fragten Jesus nach seinem Verständnis wie man Anweisungen der Bibel gewichten und anwenden sollte. Andere kamen mit gängigen Streitfragen. Einige wollten Jesus auf die Probe stellen.

In den Synagogen wurden Texte aus dem Alten Testament vorgelesen und auch erklärt. Die Gebote Gottes waren wichtig. Gott hatte Segen versprochen, wenn sein Volk sich an seine Gebote halten würde.

Viele erhofften sich, Gott würde ihnen durch Jesus in ihren Nöten helfen. Es gab Kranke, die sich an Jesus wandten. Andere wurden mit ihren Gebrechen zu Jesus gebracht.

Etliche hatten Gewissensnöte. Aus welchen Gründen auch immer hatten sie Dinge getan, die sie aufgrund ihres Glaubens nicht hätten tun sollen. Auch Solche begegneten Jesus. Er kam ihnen entgegen. (Vgl. die Geschichte von Zachäus in Lukas 19,1-10).

Jesus lebt heute nicht mehr als Mensch auf der Erde. Er sitzt jetzt zur Rechten Gottes. So bekennen wir im apostolischen Glaubensbekenntnis.

Wir können uns im Gebet an Jesus wenden. Doch wenn – oder falls – wir beten, mit welcher Absicht, mit welchen Motiven tun wir es? Was erwarten wir von Jesus? Worauf gründen sich unsere Erwartungen?

In einem Gleichnis spricht Jesus von zwei verschiedenen Charakteren, die zu Gott beteten. Er beschreibt deren innere Einstellung mit plakativen Worten.

Der erste Typus ist ein Mensch, der recht zufrieden mit sich ist. Er verlässt sich auf sein Ansehen bei Menschen. Er hält sich selbst für gut. Er vergleicht sich mit anderen, die Böses tun und blickt auf diese Menschen herab. In Selbstzufriedenheit dankt er Gott, daß er nicht so ist wie jene. Er betont seine religiöse Integrität aufgrund von Regeln, an die er sich hält.

Der andere hat sich in seinem Beruf mit Menschen eingelassen, die es mit Gottes Geboten nicht so genau nehmen. Er hat Macht, Geld von Angehörigen seines Volkes einzufordern. Er ist in der religiösen Gemeinschaft unbeliebt. Er weiß, daß er sich durch manche Taten vom Glauben entfernt hat. Er geht in den Tempel und besinnt sich auf Werte und Gebote Gottes. Er sucht sich keinen vornehmen Platz im Tempel. Seine Körperhaltung spiegelt seine innere Einstellung und sein Gebet wieder: „Gott, sei mir Sünder gnädig.“

Jesus lobt diesen Zöllner, weil er seine Verfehlungen und seine Sündhaftigkeit eingesteht und Gott um Vergebung bittet. „Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“ (Siehe Lukas 18,9-14).

Was würde Jesus über unser Beten sagen?

Ein Gedanke zu „Zu Jesus kommen (Teil 2)

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